SP-Hatzl: FPÖ hat mit NS-Zeit nicht abgeschlossen

Wien (OTS/SPW-K) - In der gestrigen Sitzung der Simmeringer Bezirksvertretung stellte die FPÖ wieder ihren fragwürdigen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs unter Beweis", kritisiert die Wiener SP-Gemeinderätin und Vorsitzende der Simmeringer SPÖ-Frauen, Eva-Maria Hatzl. Die sozialdemokratische Fraktion stellte den Antrag, die Wohnhausanlage in der Simmeringer Hauptstraße 142-150 in "Rosa Jochmann-Hof" zu benennen. Dieser Antrag wurde angenommen, allerdings stimmten ein ÖVP-Bezirksrat und die gesamte FPÖ-Fraktion dagegen.

Die Simmeringerin Rosa Jochmann war 22 Jahre lang Abgeordnete zum Nationalrat und setzte sich bis ins hohe Alter für die politische Bildung der Menschen ein. Aufgrund ihrer Vergangenheit, sie wurde sowohl im austrofaschistischen Ständestaat, als auch von den Nationalsozialisten wegen ihrer politischen Gesinnung eingesperrt bzw. deportiert, stellte sich Rosa Jochmann als Zeitzeugin zur Verfügung. Sie besuchte hunderte Schulen und führte unzählige Gespräche mit jungen Menschen, um vor Rechtsextremismus und Antisemitismus zu warnen.

"Diesen Simmeringer Gemeindebau nach ihr zu benennen, wäre ein klares Zeichen der Wertschätzung für das Lebenswerk dieser engagierten Frau und ein klares Signal gegen Menschenverachtung und demokratiefeindlichen Radikalismus", erklärt Hatzl. Nicht umsonst sind bereits eine Schule und eine Gasse nach Rosa Jochmann benannt. "Schon bisher blieb die FPÖ eine klare Distanzierung zum Nationalsozialismus schuldig. Die Ablehnung einer Gemeindebaubenennung nach Rosa Jochmann, einer entschiedenen Gegnerin diktatorischer Regime, legt erneut die Schlussfolgerung nahe, dass die Freiheitlichen mit der NS-Zeit nicht abgeschlossen haben", so Hatzl.

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