Verein PFOTENHILFE informiert: Was ist vor der Anschaffung eines Hundes zu beachten?

Hundehalter zu werden sollte gut überlegt sein

Wien (OTS) - Meistens geht der Wunsch nach einem Hund von den Kindern aus. Sie wollen einen süßen Spielgefährten, der immer für sie da ist. Hoch und heilig wird dann versprochen, sich immer brav um den Hund zu kümmern. Nach einigen Tagen ist bei Kindern dieses Versprechen aber meist längst vergessen. Auch die Eltern denken oft nicht an den hohen Zeitaufwand, den sie in einen Hund investieren müssen. Viele sind überfordert oder hatten andere Erwartungen und sehen schon nach kurzer Zeit keine andere Lösung mehr, als den Hund ins Tierheim abzuschieben. Der Verein PFOTENHILFE informiert, was Sie vor der Anschaffung eines Hundes alles beachten sollten.

"Zu allererst sollten Sie sich fragen, ob Ihre Lebenssituation stabil genug ist, um einen Hund zehn bis 20 Jahre lang betreuen zu können." gibt Andrea Swift, Geschäftsführerin des Verein PFOTENHILFE, zu bedenken. Wird es immer jemanden geben, der Zeit hat, täglich ausgiebig mit Ihrem Hund spazieren zu gehen? Ist Ihre Wohnung groß genug, damit sich dieser darin wohlfühlen kann? Können Sie, abgesehen von den täglichen Futterkosten, auch Geld für hohe Tierarztrechnungen aufbringen? Gibt es jemanden, der auf Ihr Tier kurzfristig, bei Krankenhausaufenthalten und während Ihres Urlaubes aufpassen kann? Hat eines Ihrer Familienmitglieder eine Hundeallergie?

Wenn all diese Fragen geklärt sind und ein Hund immer noch in Frage kommt, ist noch zu beachten, dass Hunde sehr sozial sind und daher am liebsten rund um die Uhr bei Ihnen wären. Optimal wäre es also, wenn Sie den Hund zur Arbeit mitnehmen könnten. Auch die Urlaubsplanung muss auf den Vierbeiner abgestimmt werden. Soweit möglich sollten Sie ihn in den Urlaub mitnehmen, damit der Vierbeiner nicht zu lange von Ihnen getrennt ist. Flugreisen bedeuten großen Stress und sind daher für Hunde ungeeignet.

Nun stellt sich noch die Frage, woher das Tier stammen soll. In Tierhandlungen bekommen viele Menschen das Gefühl, die armen Tiere "retten" zu müssen und kaufen diese. Dadurch wird das Geschäft aber nur weiter angekurbelt und Nachschub gebracht, den das gleiche Schicksal erwartet. Die in Tierhandlungen angebotenen Welpen müssen bereits am Weg dorthin lange Transportwege und damit verbundene Strapazen auf sich nehmen. Der mehrmalige Platzwechsel - schon in diesem jungen Alter - führt zu großem Stress, der für das weitere Leben nicht ohne Folgen bleibt.

Auch vor dem Kauf bei Züchtern ist abzuraten, da es in dieser Branche genügend unseriöse Händler gibt. "Oft stammen die Welpen aus illegalen Welpenzuchtanlagen im Ausland, wo sich niemand um ihre Gesundheit kümmert und sie oft viel zu früh von der Mutter getrennt werden." informiert Andrea Swift. "Selbst wenn Sie sicher sind, dass es sich um einen seriösen privaten Züchter handelt, sollten Sie bedenken, dass bereits eine große Anzahl an Jungtieren Jahr für Jahr unerwünscht zur Welt kommt. Daher ist die "Produktion" weiterer Tiere stark zu hinterfragen." Abgesehen davon warten in Österreichs Tierheimen auch genug Rassehunde und abgegebene Welpen auf ein neues Zuhause.

Ein Tier aus dem Tierheim bei sich aufzunehmen, ist mit Sicherheit die schönste Art, einem Lebewesen ein Zuhause zu geben. In einem gut geführten Tierheim wie der PFOTENHILFE Lochen in Oberösterreich werden nur geimpfte, entwurmte und kastrierte Tiere vergeben. Doch auch ein Geschöpf aus einem Tierheim herauszuholen, muss wohlüberlegt sein. Wichtig ist, dass Sie ihm die notwendige Zeit geben, um sich in der neuen Umgebung einzugewöhnen.

Rückfragen & Kontakt:

Andrea Swift, Geschäftsführerin Verein PFOTENHILFE
0664 / 506 24 01

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