Die Wirtschaft kann es besser!

Eisenstadt (OTS) - Die Sparte Transport und Verkehr legt ein neues Verkehrskonzept für das Südburgenland vor, das nicht nur effizienter, sondern auch wesentlich kostengünstiger ist, als das jetzige Gemeindebus-System.

98.000 Einwohner aus 72 südburgenländischen Gemeinden stehen vor einem Problem: Egal ob der Gang zum Arzt ansteht, Einkäufe erledigt werden müssen oder das Kind von der Oma abgeholt werden muss - ohne eigenes Auto geht gar nichts! Das öffentliche Verkehrsnetz im Südburgenland ist ausgedünnt. Züge gibt es keine, die Hauptbuslinien fahren nur die größeren Orte an, Rufbusse fahren nur für Gemeindemitglieder und auch dann nur auf telefonische Vorbestellung.

"Das muss nicht so bleiben", erklärt Klaus Sagmeister, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Burgenland. "Die öffentlichen Verbindungen im Süden des Landes sind ein großes Problem - wir haben die passenden Lösungen. Sie müssen nur gehört werden." Das derzeitige Verkehrssystem, das auf gemeindefinanzierte Sammelbusse aufgebaut ist, sei nicht nur ineffizient, sondern auch viel zu teuer. In einem Bundesland mit insgesamt 217 Personenbeförderungsunternehmen, die als Alternative wesentlich kostengünstiger wären, mehr als unverständlich. Allein das Verkehrssystem für die drei Gemeinden Inzenhof, Klein- und Großmürbisch, Tschanigraben und Neustift bei Güssing, die durch einen Rundweg von gerade einmal 18 Kilometern miteinander verbunden sind, verschlang im ersten Jahr 58.000 Euro öffentliche Gelder. "Das unterbieten wir locker!" so Sagmeister. "Unser Konzept für diese Region würde die öffentliche Hand nur 20.000 Euro pro Jahr Kosten", so Sagmeister dazu. Warum diese Möglichkeit vom Land bisher noch nicht bedacht wurde, versteht Patrick Poten, Obmann der Taxiinnung im Burgenland, überhaupt nicht. "Wir werden einfach ignoriert. Statt mit den örtlichen Verkehrsbetrieben zusammen zu arbeiten, wurden diese zum Beispiel bei den Förderungen komplett ausgeschlossen", so Poten. Während das gemeindefinanzierte System für das gesamte Südburgenland geschätzte 883.000 Euro pro Jahr kostet, wäre das Verkehrskonzept der Sparte Transport und Verkehr um eine halbe Million Euro günstiger. Die Kosten für die öffentliche Hand betragen beim Gemeindekonzept 411.000 Euro, beim Verkehrskonzept der burgenländischen Transportwirtschaft wird der finanzielle Aufwand für das Land mit maximal 135.000 Euro pro Jahr kalkuliert. "Wir müssen die Welt ja nicht neu erfinden", meint Martin Horvath, Obmann der burgenländischen Autobusunternehmen. "Die Strukturen sind ja bereits da. Sie müssen nur genutzt werden", so Horvath.

Der nächste Schritt ist die Präsentation des Verkehrskonzepts in der Landesregierung. Hinsichtlich dieses Termins gibt sich Klaus Sagmeister kämpferisch: "Die öffentliche Hand war noch nie ein guter Unternehmer. Deshalb soll die Landesregierung in dieser Sache endlich beiseite treten und diejenigen an den Zug kommen lassen, die sich damit auskennen - die Transport- und Verkehrsbetriebe des Burgenlandes!"

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