ÖGB: Faire Rechte für atypisch und prekär Beschäftigte

Gesetzliche Verbesserungen und Serviceangebote des ÖGB und der Gewerkschaften

Wien (OTS/GPA-djp/vida/AK/ÖGB) - Unsere Arbeitswelt befindet sich in einem rasanten Wandel. Verschlechterungen beim sozialen Schutz treffen vor allem die steigende Zahl an atypisch und prekär Beschäftigten. Der ÖGB und die Gewerkschaften setzen sich daher seit vielen Jahren für deren Rechte ein.++++

Gesetzliche Verbesserungen auf Betreiben des ÖGB

  • 1998 Freiwillige Selbstversicherung für Geringfügig Beschäftigte tritt in Kraft
  • 2002 Inkrafttreten des Kollektivvertrags für ZeitarbeiterInnen
  • 2007 Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitbeschäftigte
  • 2007 Soziale Absicherung der freien DienstnehmerInnen
  • 2008 Inkrafttreten des Mehrarbeitszuschlags von 25 Prozent bei Teilzeitbeschäftigten

Beratungsangebote von ÖGB & Gewerkschaften

- Flexpower Beratung: Flexpower bietet eine kostenlose Erstberatung für atypisch und Geringfügig Beschäftigte in arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen.

- Flexpower Versicherung: Gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung decken den Verdienstentgang von Neuen Selbstständigen im Schadensfall oft nicht ab. Daher bietet der ÖGB eine vergünstigte Krankengeld- und Unfallversicherung an.

- ÖGB Sicherheitspaket: ÖGB Mitglieder sind automatisch durch ihre Mitgliedschaft geschützt (ÖGB-Berufsschutz, ÖGB-Solidaritätsversicherung, ÖGB Rechtschutzregulativ, ÖGB-Unterstützungsordnung, flexpower-Versicherung).

- GPA-djp Interessensgemeinschaft work@flex: Die GPA-djp Interessengemeinschaft work@flex und die GPA-djp Frauen fordern mit einer Online-Petition freie Dienstnehmerinnen in das Mutterschutzgesetz einzubeziehen. Für sie gelten weder Arbeitszeitgesetz, Nachtarbeitsverbot, Sonn- und Feiertagsverbot, Überstundenverbot, noch Kündigungs- und Entlassungsschutz.

- Wochengeld: Freie Dienstnehmerinnen über der Geringfügigkeitsgrenze können während der Schutzfrist ein einkommensabhängiges Wochengeld beanspruchen. Geringfügig freien Dienstnehmerinnen steht ein fixer Betrag von 7,91 Euro zu. Werkvertragsnehmerinnen und Selbstständige können eine Betriebshilfenersatzkraft beantragen.

- Focus 1: Das Projekt Focus 1 konzentriert sich auf die Bedürfnisse von freien DienstnehmerInnen, Neuen Selbstständigen, Ein-Personen-Unternehmen oder WerkvertragnehmerInnen und bietet ihnen ein Leistungspaket zur Absicherung und Unterstützung ihrer Erwerbssituation.

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39266
Mobil: 0664/814 63 11
E-Mail: franz.fischill@oegb.at
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