Korun zum transnationalen MigrantInnenstreik 1.März: Die Vielfalt streikt um sichtbar zu werden!

Gleiche Rechte für gleiche Pflichten endlich umsetzen!

Wien (OTS) - "Der morgige transnationale MigrantInnenstreiktag
macht sichtbar, dass auch Österreich eine vielfältige Gesellschaft ist und Eingewanderte seit Jahrzehnten hier leben und ihren vielfältigen Beitrag zu Österreich leisten", so Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. "Der Streik zeigt: MigrantInnen haben den Diskurs über ihre Köpfe hinweg - in der Politik, im Bildungswesen, in der Arbeitswelt - satt und verlangen etwas, das in einer demokratischen Gesellschaft selbstverständlich sein sollte:
Gleiche Rechte für gleiche Pflichten und ein Ende der Diskriminierung, Ausgrenzung und rassistischer Praktiken!" so Korun.

"Wir Grünen unterstützen diese Anliegen des Bündnisses des MigrantInnenstreiktags und setzen uns seit Jahren für diese Themen ein, auch auf parlamentarischer Ebene. Denn bewusste Ausgrenzung wird in Österreich zusehends 'Normalität': Sie wird über unser immer kafkaeskeres 'Fremdenrecht' und einen künstlichen Deutschprüfungszwang betrieben und damit eine Zweiklassengesellschaft geschaffen" kritisiert Korun. "Sich-Verstehen und gutes Zusammenleben haben jedoch nicht allein mit Sprache zu tun - da braucht es vor allem Begegnung auf Augenhöhe und gleiche Rechte für gleiche Pflichten. Hier liegt in Österreich noch vieles im Argen. Der Missbrauch der deutschen Sprache als Trennlinie und für Ausweisungen und Abschiebungen bedeutet nur die künstliche Teilung einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft schon Jahrzehnte zusammen leben und Österreich gemeinsam vorwärts bringen."

"Es muss endlich Schluss sein mit der heuchlerischen Politik gegenüber MigrantInnen, deren Arbeitskraft gerne angenommen und oft auch ausgebeutet wird, die aber in der Politik - und leider auch in der heutigen sogenannten 'Integrationspoltik' der Regierung - fast nur mehr als Sündenböcke herhalten müssen. Die Grünen fordern gleiche Rechte für gleiche Pflichten und die Anerkennung der Vielfalt der Österreichischen Gesellschaft, die eine unserer wesentlichen Stärke ist und immer war!"

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