PVÖ-Glatz zu Inflation: "Öl-Multis kassieren, Pensionisten dürfen nicht verlieren!"

Pensionistenverband fordert Einführung der Offenlegung der Preiskalkulationen bei Gas/Strom

Wien (OTS/SK) - Die heute veröffentlichten Zahlen zum Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat Jänner 2012 zeigen zwar einen leichten Rückgang der Inflation von 3,2 auf 3 Prozent, belegen aber auch, dass die Kosten für Treibstoff, Wohnen und Lebensmittel weiter steigen und gerade für Senioren eine besondere Belastung darstellen. Die Teuerung für Pensionistenhaushalte liegt dementsprechend auch wieder höher, nämlich bei 3,2 Prozent. PVÖ-Konsumentenschutzexperte Harald Glatz warnt vor den Folgen für die Verbraucher: "Der Preisanstieg bei Mineralölprodukten beträgt satte 10 Prozent und für Gas 11 Prozent. Der Wert des Mikrowarenkorbes, also eines täglichen Einkaufs, stieg im Jahresabstand um ganze 5,1 Prozent. Das Preisniveau des wöchentlichen Einkaufs (Miniwarenkorb) erhöhte sich um ganze 5,2 Prozent. Das sind Zahlen, von denen besonders die Pensionisten in Österreich extrem betroffen sind. Wir müssen einem folgenschweren Kaufkraftverlust der Senioren entschlossen entgegentreten!" ****

Preistreiber Sprit

Besonders bei den aktuellen Sprit-Preisen sieht Glatz Grund für scharfe Kritik: "2011 war schon das teuerste Jahr in der Geschichte der Spritpreise. Der Dieselpreis war um 20 Prozent höher als im Jahr zuvor, Super war um 14 Prozent teurer. Die Mehrausgaben für die Autofahrer betragen nach Angaben der Arbeiterkammer bei Diesel beispielsweise 235 Euro pro Jahr. Die Gewinne der Ölmultis stiegen aber von 2010 auf 2011 zwischen 9 Prozent und 54 Prozent."

Der Pensionistenverband hat auch alle großen Gas-Anbieter kontaktiert und zur Stellungnahme aufgefordert. Der PVÖ will eine Antwort auf die Frage, warum die günstigeren Großhandelspreise nicht an die Endverbraucher weitergegeben werden? Stattdessen kommt es sogar zu Preisanstiegen!

Erster Erfolg: Gesetzesnovelle in Planung

Ein erster Erfolg im "Kampf gegen die Teuerung" (so der Name der aktuellen PVÖ-Kampagne): Eine Gesetzesnovelle wird in Zukunft Strom-und Gasversorger dazu zwingen, ihre Preispolitik offenzulegen. Dies hat erstens eine präventive Wirkung und erleichtert es zweitens E-Control und der Wettbewerbsbehörde, gegen "Preissünder" aktiv zu werden.

PVÖ-Konsumentenschützer Glatz: "Es ist sehr erfreulich, dass diese Forderung des Pensionistenverbandes vom Wirtschaftsministerium ernst genommen wurde und sich positiv auf das Budget der Pensionisten auswirken wird. Wir sind aber natürlich noch lange nicht zufrieden." Weitere Schritte müssen daher lauten:

  • Rohstoff-Spekulation durch EU-weite, wirksame Maßnahmen unterbinden;
  • Umfassendes Wettbewerbs- und Preismonitoring, vor allem bei Mineralölkonzernen;
  • Kampf gegen den "Österreich-Aufschlag" in den Supermärkten. Wir zahlen für das Gleiche mehr als die Deutschen! (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Pensionistenverband Österreichs, www.pvoe.at, presse@pvoe.at, Daniel Auer, Tel. 01/313 72-31

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001