VIRUS: via donau-Baubeginn um diese Jahreszeit ist Schnapsidee!

Wasserstraßengesellschaft lässt vorab "Feuerwerker" aufmarschieren

Wien (OTS) - Wie die Umweltorganisation VIRUS mitteilt, hat die
via donau begonnen, beim ersten Baulos für ihr umstrittenes Flussbauprojekt östlich von Wien mit den sogenenannten "Feuerwerkern" erste Vortrupps in die Stopfenreuther Au zu schicken. "Im Gegensatz zu anderen Stellen im Nationalpark wurde hier glücklichererweise bisher nichts in die Luft gejagt, dennoch ist es eine Schnapsidee, Baumaßnahmen um diese Jahreszeit zu planen, zu einem Zeitpunkt, wo Brut- und Laichsaison, sowie Amphibienwanderung kurz bevorstehen und diese Maßnahmen offenbar auch mit weiteren Schritten vorzubereiten," so VIRUS Sprecher Wolfgang Rehm.

Im Gegensatz zu den anderen Fällen, die dieser Tage für Schlagzeilen sorgten - geplanter Sprengstoffeinsatz bei einer Wrackbergung, Fischsterben durch eine "Wahnsinnsaktion" eines Feuerwehrkommandos - gibt VIRUS bei diesen "Feuerwerkern" vorerst Entwarnung. Die Suche nach Gefahren durch Kriegsrelikte im Untergrund sei an Tiefbaustellen Routine. Als wirklich problematisch erweise es sich allerdings, dass die via donau bei Baumaßnahmen selbst ohne zeitliche Einschränkung völlig wirkürlich vorgehen könne. "Nicht nur war die Erteilung einer nationalparkrechlichen Bewilligung und deren Verlängerung am 1. Dezember 2011 klar rechtswidrig, dabei wurde auch verabsäumt, angemessene zeitliche Befristungen für Arbeiten im Nationalpark in den Auflagenkatalog hineinzuschreiben. Von den verschärften Auflagen, die Landesrat Pernkopf letzten Dezember vollmundig angekündigt hat, ist bei näherem Hinsehen nichts übriggeblieben", kritisiert Rehm. Insgesamt zeige dieser Fall für VIRUS, wie "verrottet" das nationalparkrechtliche Bewilligungssystem bereits geworden ist, für das letztendlich der Landesrat die Verantwortung trägt. "Diese Verantwortung muss er auch endlich einmal übernehmen und in seinem Stall für Ordnung sorgen, täte er das, dann könnte bei den fehlgeplanten Donauprojekten nicht weiter in die Sackgasse marschiert werden" so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm , Tel.: 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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