Fachverband UBIT: Moderne Berufsrechte für Bilanzbuchhalter entlasten heimische Wirtschaft

Obmann Harl: "Wir setzen dem Sparpaket der Regierung klare Entlastungsinitiative entgegen"

Wien (OTS/PWK142) - Wie von WKÖ-Präsident Christoph Leitl in seiner Aschermittwochsrede betont, kann man stolz auf die österreichischen Unternehmen sein, die im letzten Jahr 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, in die Ausbildung der Jugend investiert und durch ihre Steuern und Abgaben das System und den Wohlstand erhalten haben. "Gerade deshalb ist es wichtig, heimische Unternehmen jetzt in Zeiten des Sparpakets gezielt zu unterstützen", betont Alfred Harl, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (kurz UBIT), die Notwendigkeit nach Entlastungsmaßnahmen. "Wir fordern daher, dass Bilanzbuchhalter, die insbesondere für kleine und mittlere Betriebe langjährige Erfolgsbegleiter sind, in Zukunft auch Steuererklärungen erstellen und an das Finanzamt übermitteln dürfen." Denn bis dato ist dieses Berufsrecht nur Steuerberatern vorbehalten, die aber in vielen Fällen auf die Fachkompetenz der Bilanzbuchhalter zurückgreifen.

Bilanzbuchhalter: persönliche Betreuung ohne Zusatzkosten

Die Erweiterung der Vertretungsrechte wäre daher sowohl im Sinne der Buchhaltungsberufe als auch deren Kunden in der österreichischen Wirtschaft. Viele kleinere und mittlere Betriebe profitieren heute von den Vorteilen des ausgelagerten Rechnungswesens und wollen hier durchgehend von einem Ansprechpartner betreut werden. "Ich habe seit meiner Firmengründung mit meinem Bilanzbuchhalter ein und denselben Ansprechpartner, sehr moderate Kosten und eine sehr persönliche, individuelle auf meinen Betrieb zugeschnittene Betreuung", beschreibt der Unternehmer und Elmeco-Geschäftsführer Hubert Koutni die Vorteile der Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Ein weiterer Ansprechpartner würde einen höheren Zeitaufwand, mehr Administration und unnötige Zusatzkosten bedeuten und daher "ist es für mich wichtig, dass mein Bilanzbuchhalter auch meine Steuererklärung erstellen und an das Finanzamt übermitteln darf", so Koutni weiter. "Wenn ich die Steuererklärung selbst erstelle, fehlt mir diese Arbeitszeit in meinem Kerngeschäft oder ich muss einen externen Steuerberater beauftragen, der mich nicht wie mein Bilanzbuchhalter seit meiner Firmengründung vor 20 Jahren kennt." Und das würde Mehrkosten bedeuten, die gerade für kleinere Betriebe eine sinnlose Belastung darstellen.

Wirtschaft profitiert von modernem Berufsrecht

Obwohl die mehr als 3.000 heimischen Bilanzbuchhalter eine fundierte Ausbildung mit höchst anspruchsvollen Prüfungen absolvieren und die gesetzliche Weiterbildungsverpflichtung der Buchhaltungsberufe erfüllen, ist es ihnen nicht möglich, die Steuererklärung zu erstellen und an das Finanzamt zu übermitteln. "Es kann nicht sein, dass jede Österreicherin und jeder Österreicher ihre Steuererklärungen selbst erstellen und abgeben dürfen, die hochqualifizierten Bilanzbuchhalter aber nicht", so Harl weiter. Denn: "Mit dieser Maßnahme, die schon seit langem ein offener Entscheidungspunkt ist, werden heimische Klein- und Mittelbetriebe finanziell und bürokratisch entlastet und das kommt dem Wirtschaftsstandort Österreich und seinen Unternehmen zu Gute."

Der Fachverband Unternehmensberatung und IT

Mit knapp 54.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at und http://www.beratertag.at. (JR)

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Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
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