Wehsely: SchülerInnenprojekte im Kampf gegen Schlankheitswahn ausgezeichnet

Wiener Schülerinnen und Schüler sagen Ja zu Körpervielfalt und Nein zu uniformen Schönheitsidealen

Wien (OTS) - Das Wiener Programm für Frauengesundheit hat im Vorjahr den Wettbewerb "We like everyBODY! Unsere Schule ohne Schlankheitswahn" ins Leben gerufen. Gesucht wurde eine Werbe- und PR-Kampagne, entwickelt von Schülerinnen und Schülern für die eigenen Schule, die auf einen positiven und gesunden Zugang zu Aussehen und Gewicht abzielte.

Mehr als 340 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Schulstufe folgten dem Aufruf und nahmen am Wettbewerb teil. Sie haben im Herbst insgesamt 17 PR-Konzepte für vielfältige Körperbilder an ihrer Schule erarbeitet und eingereicht.

"Die kritische Auseinandersetzung mit Körpernormen und angeblichen Schönheitsidealen ist ein wesentlicher Schritt zur eigenen Akzeptanz. Die rege Teilnahme zeigt, wie wichtig den Schülerinnen und Schülern diese Thematik ist. Ich gratuliere allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und besonders den Gewinnerinnen und Gewinnern zu ihren durchdachten und kreativen Beiträgen", erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im MUSA.

Die SiegerInnen-Projekte

Die Schülerinnen und Schüler der Zwi-Perez-Chajes-Schule haben mit ihrem Konzept "genau richtig" den Wettbewerb gewonnen. Ihre Arbeit hat die Jury vollauf überzeugt. Ihr Preis: Die SiegerInnen-Kampagne wird an ihrer Schule mit professioneller Unterstützung der Agentur Straberger Conversations umgesetzt. Zudem gibt es für sie ein Foto-Shooting mit Starfotografin Inge Prader.

Der zweite Platz ging an die Schülerinnen und Schüler der Handelsschule der Schulen des bfi Wien mit ihrer Arbeit "Wohlfühlzone". Die Schülerinnen und Schüler des BRG 19 -Billrothgymnasium haben mit "Billroth likes everyBODY!" den dritten Platz erreicht. Die Preise zwei und drei umfassen die Gestaltung eines Videobeitrags für das Jugendportal "City & Life" und eines Radiobeitrags für die Sendereihe "teenstalk" auf Radio Orange 94.0. Die Preise geben den Jugendlichen Einblick in die Medienarbeit und eröffnen damit auch einen kritischen Blick auf die Produkte der Medien- und Werbeindustrie.

Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberats und Jurymitglied: "Die eingereichten Konzepte waren in einem hohen Ausmaß kreativ! Das SiegerInnenkonzept erlaubt eine Umsetzung und auch eine Übertragung auf andere Schulen."

Die Schirmherrschaft für den Schulwettbewerb übernahmen Gesundheits-und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport und die Präsidentin des Stadtschulrates für Wien, Susanne Brandsteidl.

Hintergrund: Körpervielfalt statt uniforme Magerkörper

Uniforme Schönheitsideale, die über die Medien vermittelt und massenhaft verbreitet werden, beeinflussen auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers. 90 Prozent der Mädchen und jungen Frauen sind mit Ihrem Körper unzufrieden. Was statistisch eine traurige Normalität ist, hat für die Gesundheit fatale Folgen. 40 Prozent der 10- bis 12-jährigen Mädchen machen sich Sorgen um ihr Gewicht, mehr als die Hälfte der 15-jährigen halten Diäten und bis zu einem Viertel der Mädchen und Frauen experimentieren mit Abführmitteln, Diätpillen und Erbrechen, um nur ja nicht zuzunehmen. Essstörungen, Depressionen bis hin zum Wunsch nach Schönheitsoperationen schon im Jugendalter sind die Folgen.

Wiener Initiative S-O-Ess gegen ungesunde Körperideale: Prominente gegen den Schlankheitswahn

Das Wiener Programm für Frauengesundheit ist seit Jahren in der Prävention von Essstörungen engagiert. Der abgehaltene Wettbewerb in Wiener Schulen ist Teil der Initiative "S-O-Ess - gemeinsam gegen ungesunde Körperideale", die das Wiener Programm für Frauengesundheit 2007 ins Leben gerufen hat. Unter dem Motto "No BODY is perfect" haben sich VertreterInnen aus Mode, Werbung, Medien, Wirtschaft, Industrie und Politik im Verbund mit GesundheitsexpertInnen zusammengefunden, um dem ungesunden gesellschaftlichen Schlankheitskult, der als Risikofaktor für Essstörungen gilt, den Nährboden zu entziehen.

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Mediensprecher StRin Mag.a Sonja Wehsely
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