ARBÖ: Reform der Pendlerpauschalen unausweichlich

Spritpreise auf Rekordniveau, daher auch E10-Einführung im Oktober undenkbar

Wien (OTS) - Da sich Spritpreise derzeit auf Rekordniveau bewegen und hohe Autokosten sowie Steuern und Abgaben die Löhne der Österreicherinnen und Österreicher "auffressen" fordert der ARBÖ eine grundlegende Reform der Pendlerpauschalen, denn siebzig Prozent der Pendlerinnen und Pendler sind auf dem Weg in die Arbeit auf das Auto angewiesen.

Oft ist es Müttern und Vätern aus zeitlichen Gründen schlicht und einfach nicht möglich Öffis zu benutzen, und so Familie und Beruf zu vereinbaren. Für Pendlerinnen und Pendler am Land, wo es kaum passende Öffis, gibt ist es daher ein Hohn sich anhören zu müssen, dass sie weniger mit dem Auto fahren sollen. Das Mindeste ist daher eine Reform der Pendlerpauschalen, sodass auch Wenig-Verdiener und Teilzeitkräfte davon profitieren, fordert der ARBÖ. Bisher ist es so, dass nur rund die Hälfte aller Pendlerinnen und Pendlerinnen, die aufs Auto angewiesen sind, überhaupt eine Pendlerpauschale bekommen:
Werkstudenten, geringfügig Beschäftigte, Pensionisten und Wenig-Verdiener fallen durch den Rost und bekommen sowieso keine Pendlerpauschalen. Denn Pendlerpauschalen sind ja nur ein Freibetrag, der die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer senkt, sodass man am Ende weniger Steuer zahlt. Wer aber so wenig verdient, dass gar keine Lohnsteuer anfällt, hat nichts davon. Eine grundlegende Reform ist daher unausweichlich, so der ARBÖ.

E10 bei diesen Preisen ist undenkbar=

Bei dem derzeitigen Rekordniveau von Eurosuper ist es laut ARBÖ ausgeschlossen einen Agrosprit an den Zapfsäulen einzuführen, der ohnehin teurer verkauft wird als Benzin. Die Einführung von E10 droht daher nach derzeitigem Plan von Umweltminister Berlakovich zur nächsten Kostenfalle für heimische Autofahrer zu werden, ohne nachweisliche Erfolge für die Umwelt. Der ARBÖ fordert deshalb ein unmissverständliches "Nein" zu E10 im Oktober dieses Jahres.

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