Landeshauptmann Gerhard Dörfler zu Slowenischer Ministerin Novak: Gute Nachbarschaftspolitik sieht anders aus!

Die Forderung nach weiteren Ortstafeln kann kein Einstandsgeschenk sein und ist klar zurück zu weisen.

Klagenfurt (OTS) - Mit Bedauern reagiert Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf die aktuellen Aussagen von Sloweniens Ministerin für Auslandsslowenen Ljudmila Novak, wonach diese die Aufstellung weiterer zweisprachiger Ortstafeln in Südkärnten thematisiert. "Dass Ministerin Novak bereits bei ihrem ersten Besuch in Kärnten derartige Forderungen aufstellt, stimmt mich traurig. Denn eines muss klar sein, dass Österreich den Staatsvertrag von 1955 mit der Lösung der Kärntner Ortstafelfrage im Verfassungsrang vollständig erfüllt hat", so der Kärntner Landeshauptmann. Daher sind für Landeshauptmann Dörfler diese Forderungen im Rahmen des Miteinanders und des neuen guten Klimas deutlich zurück zu weisen.

"Statt in Kärnten neue Forderungen aufzustellen, muss sich Slowenien um die Belange der deutschsprachigen Minderheit im eigenen Land kümmern. Jetzt ist Slowenien dran!", erklärt der Kärntner Landeshauptmann weiter. Nachdem nach 56 Jahren in Österreich gemeinsam mit Vertretern der Slowenischen Volksgruppe und allen fünf Parlamentsparteien der Jahrhundertstreit im Einklang erfolgreich beigelegt wurde, sei nun der Slowenische Nachbar am Zug. "Auch der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien müssen die gleichen Rechte wie z.B. der italienischen und der ungarischen Minderheit eingeräumt werden. Jetzt ist Slowenien an der Reihe, um nach der Lösung der Volksgruppenfrage in Kärnten im eigenen Land ein Zeichen des Miteinanders zu setzen ", fordert Dörfler.

"Es enttäuscht mich sehr, dass Ministerin Novak bei ihrem ersten Besuch in Kärnten sofort wieder mit Forderungen auftritt, die weder akzeptabel noch diskutierbar sind. Gute Nachbarschaftspolitik sieht anders aus. Das Einstandsgeschenk kann nicht die Forderung nach weiteren Ortstafeln sein. Während wir ein hervorragendes Klima mit der Volksgruppe pflegen, stören derartige Forderung seitens der Slowenischen Regierung den guten eingeschlagenen Weg", erklärt der Kärntner Landeshauptmann.

"Selbstverständlich freue ich mich auf einen Besuch der Slowenischen Ministerin für Auslandsslowenen in Kärnten. Ich werde aber ihren Besuch auch dazu nutzen, die außergewöhnlichen Leistungen, die Kärnten für die Volksgruppe erbringt, darzustellen, an welchen sich Slowenien ein Beispiel nehmen kann", so Dörfler abschließend.

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