"Kulturmontag" am 27. Februar: Die Gewinner der "OSCAR-Nacht", das Phänomen Donna Leon und die Kulturgeschichte des Horrors

"39,90" mit Jean Dujardin im "art.film"

Wien (OTS) - Martin Traxl präsentiert im "Kulturmontag" am Montag, dem 27. Februar 2012, ab 23.15 Uhr in ORF 2 die Highlights der diesjährigen Oscar-Verleihung, enthüllt das Geheimnis um Commissario Brunettis Erfolg und erzählt die Kulturgeschichte des Horrors - von seinen antiken Wurzeln bis zu den Ängsten der heutigen Zeit. Im "art.film" steht um 0.15 Uhr die ORF-Premiere "39,90" auf dem Programm: Jean Dujardin (Oscar-nominiert für "The Artist") glänzt in der französischen Komödie nach dem gleichnamigen Bestseller von Frédéric Beigbeder.

"OSCAR-Nacht" - Die Gewinner. Die Highlights der Preisverleihung

Zum 84. Mal werden Sonntagnacht in Los Angeles die Oscars vergeben. Bis dahin bleibt es spannend, ob Meryl Streep als Margret Thatcher in "Die Eiserne Lady" tatsächlich zum dritten Mal mit dem begehrtesten Filmpreis bedacht wird, ob Hollywood-Beau George Clooney als Familienvater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" überzeugen kann und ob Max von Sydow oder Christopher Plummer als älteste Oscar-Preisträger nach Hause gehen. Martin Scorsese führt mit seinem Film "Hugo Cabret" die Liste der Meistnominierten an. Ob die elf Chancen auf einen Oscar tatsächlich auch in Gold verwandelt werden können und wie oft es für den zehnfach nominierten Mitfavoriten "The Artist" heißen wird "And the Oscar goes to ..." zeigt die ausführliche Zusammenfassung der "OSCAR-Gala" im "Kulturmontag". Außerdem: die bewegendsten, glamourösesten und schönsten Momente der Gala - alle Tränen, Lacher und Dankesworte, all die Augenblicke der Rührung und Freude natürlich inklusive.

Lagunen-Krimi: Das Phänomen Donna Leon. Was macht Commissario Brunetti so erfolgreich?

Seit 20 Jahren leidet Donna Leons melancholischer Commissario am Bösen in der Welt und am eigenen Unvermögen, es nicht zumindest aus Venedig verbannen zu können. Hartnäckig ermittelt er gegen korrupte Politiker und mordende Mafiosi, kämpft gegen Umweltverschmutzer und Drogenhändler. Soeben erschien Brunettis 20. Fall: "Reiches Erbe". Millionen Leser verschlingen die Bücher Leons, Brunetti gibt es in 34 Sprachen, viele der Lagunen-Krimis wurden erfolgreich verfilmt. Längst gibt es Venedig-Führungen auf den Spuren des Commissario, eine Stadtkarte verzeichnet neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch jene, die zu kriminalistischen Ehren gekommen sind. Was macht die Krimis der Amerikanerin so erfolgreich? Sind es die durchaus aktuellen Themen wie Korruption, Asylanten, Sextourismus oder sexueller Missbrauch durch Geistliche, wie ihre Fans sagen, oder bedient Leon damit nur Klischees und würzt sie mit einer Prise Melodramatik? Der "Kulturmontag" nimmt die Fährte auf und entschlüsselt den Geheimcode der Lagunen-Krimis.

Alp-Träume: Grusel-Monster und reale Ängste. Die Kulturgeschichte des Horrors

Das Schreckliche, Hässliche und Grausame lässt uns wohlig erschaudern, das Verbotene, Tabuisierte und Unheimliche zieht uns an. Horror ist mehr als ein Genre in Literatur und Film, es ist eine ästhetische Kategorie, die bis in die Antike zurückreicht. Schon in Schriften von Ovid finden sich Monster, Hybridwesen und Tiermenschen. Auch der Werwolf hat antike Wurzeln: König Lykaon wurde von den Göttern bestraft und in einen Wolf verwandelt, weil er Menschenfleisch aß. Im Mittelalter wurde Horror zu einer moralischen Kategorie: War man nicht gläubig und Gott gefällig, lief man Gefahr, vom Teufel oder von Dämonen besessen zu werden. Gruselige Geschichten haben eine lange Tradition und eine große Fangemeinde: Bücher wie Bram Stokers "Dracula" und Mary Shelleys "Frankenstein" gelten als Klassiker. Moderner Horror erzählt aber nicht mehr von utopischen Monstern, sondern von realen Ängsten. Die US-amerikanischen Bestsellerautoren Stephen King und Jack Ketchum gelten als Meister des realistischen Horrors. In ihren Büchern verarbeiten sie gesellschaftliche Ängste: Es geschehen grausame Morde, es werden Kinder misshandelt, Menschen gefoltert, ein Blick in die tiefsten Abgründe der Seele. Dass sich mit dem Spaß an der Angst auch viel Geld verdienen lässt, zeigen gleich mehrere Touristenattraktionen in New York: vom skurrilen Themenrestaurant "Jekyll and Hyde" für die ganze Familie bis zum blutigen Splatter-House "Blood Manor", für das man mehr als nur starke Nerven benötigt. Eine Kulturgeschichte des Horrors im "Kulturmontag" mit dem Philosophen Stephen T. Asma und dem New Yorker Bestsellerautor Jack Ketchum.

Der "Kulturmontag" steht als zeitnahe Servicewiederholung jeweils am Dienstag im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information und ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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