Oberösterreicher sehen das Sparpaket sehr kritisch

Linz (OTS) - Mit ihrer differenziert-kritischen Haltung zum Sparpaket befindet sich die AK OÖ im Einklang mit ihren Mitgliedern, wie eine repräsentative Blitzumfrage in Oberösterreich ergab, die das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) diese Woche durchgeführt hat.

Bemerkenswert ist, dass zwei Drittel der Befragten ein staatliches Sparpaket allgemein als notwendig erachten (66 Prozent "absolut" oder "eher schon" notwendig). Fast ebenso viele (60 Prozent) halten das vorliegende Sparpaket für nicht ausgewogen. Auch das Verhältnis von Steuereinnahmen und Einsparungen wird von einer klaren Mehrheit als unausgewogen gesehen. 58 Prozent halte es für "eher nicht" und "überhaupt nicht" ausgewogen.

Warum die Oberösterreicher/-innen das Sparpaket für unausgewogen halten wird deutlich, wenn man nach der Belastung der einzelnen Bevölkerungsgruppen fragt: 76 Prozent der Befragten sehen durch das Sparpaket "Arbeiter/-innen und Angestellte" überdurchschnittlich belastet und 72 Prozent die Pensionisten/-innen. Im Gegensatz dazu halten 80 Prozent die großen Unternehmen und 70 Prozent die Vermögenden für "zu sehr geschont".

Diesen Ergebnissen entsprechend sind auch die Erwartungen der befragten an die Arbeiterkammer: Zwei Drittel wollen, dass die Arbeiterkammer durch Verhandlungen versucht, Abmilderungen beim Sparpaket zu erreichen. 20 Prozent meinen, dass das Sparpaket bekämpft werden müsse und nur 13 Prozent sind dafür, dass die AK dem Paket, so wie es ist, zustimmt.

Diese Erwartungshaltung der Bevölkerung, die mehrheitlich aus Arbeitnehmern/-innen und Arbeitnehmern und Pensionisten/-innen besteht, ist für die AK OÖ Auftrag, die kritischen Punkte am Sparpaket konsequent aufzugreifen. Einige Belastungen, vor allem im Pensions- und Arbeitslosenversicherungsrecht, müssen abgemildert bzw. durch begleitende Maßnahmen ergänzt werden. Und beim Steuersystem wird die Arbeiterkammer weiterhin massiv auf eine Entlastung des Faktors Arbeit und eine gerechtere Verteilungswirkung, insbesondere durch deutlich höhere Steuern auf große Vermögen drängen.

"Die Arbeiterkammer wird versuchen, in der Umsetzung die Härten heraus zu verhandeln und außerdem darauf achten, dass es sich die Anderen nicht wieder durch das 'Hintertürl' richten", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Grafiken mit Details zu den Umfrageergebnissen zum Download finden Sie unter: http://www.arbeiterkammer.com/artikeldienst/fotos.htm

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Walter Sturm
Tel.: (0732) 6906-2192
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