Erste Verwaltungskooperation zwischen Gemeinden startet

LR Rumpold präsentiert Verwaltungs.Zusammenarbeit der Gemeinden Globasnitz und Feistritz/Bleiburg. Letter of Intent unterschrieben: zwei Gemeinden, ein Gemeindamt.

Klagenfurt (OTS) - "Mit mir wird es keine Gemeindezusammenlegung geben, aber ich unterstütze die freiwillige Zusammenarbeit von Gemeinden auf Verwaltungsebene, wenn sie ihre Strukturkosten senken wollen", fasst heute LR Achill Rumpold zusammen. Anlass war die Präsentation der ersten Verwaltungskooperation von Gemeinden Globasnitz und Feistritz/Bleiburg unter dem Motto "Zwei Gemeinden, ein Gemeindeamt".
"Angsthasen wollen die Menschen und verunsichern. Doch sichern die Gemeinden durch diese Zusammenarbeit ihre Eigenständigkeit ab", so Rumpold. 15 % der Kosten einer Gemeinde macht die politische Arbeit aus, 30 % des Budgets fließen in die Bauhöfe und über 50 % des Haushaltes macht nur die Verwaltung aus.

Die Unterkärntner Gemeinden Globasnitz und Feistritz/Bleiburg gehen diese Kooperation ein, ohne ihre Identität aufzugeben. Einsparungspotenzial in zehn Jahren: 1 Mio. Euro, die direkt den Bürgern wieder zugute kommt, weil das Geld nicht in der Verwaltung versickert, sondern für Straßen, Bildungseinrichtungen und mehr zur Verfügung steht. Die Gemeinden erhalten wegen der Einsparung jedoch vom Land 500.000 Euro sofort, die sie in den nächsten Jahren investieren können.
"Das ist eine Kooperation auf Augenhöhe, die Verwaltung wird von beiden Kommunen nun gemeinsam abgewickelt und die Einsparungen werden für Investitionen verwendet", erklärt Rumpold. Als Gemeindereferent sehe er in dieser Zusammenarbeit auch die Absicherung der Gemeinden für die Zukunft. "Dem Bürger ist es egal, wo die Lohnverrechung der Gemeinde gemacht wird oder die Wasserabrechung. Der Bürger will eine intakte Infrastruktur, die auch die Abwanderung verhindert", sagt Rumpold. Es wird sogar möglich sein, dass Globasnitz als Gemeinde keine Abgänge mehr zu verzeichnen hat.

Im Zuge der Kooperation wird die Verwaltung im Gemeindeamt in Feistritz für beide Kommunen abgewickelt, der Amtsleiter von Globasnitz wird mit seinen 4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Feistritz siedeln, wo sechs Bedienstete arbeiten und dort für beide Gemeinden zuständig sein. In Globasnitz wird aus dem alten Gemeindeamt ein Servicezentrum als Anlaufstelle für die Bürger und die Polizei, die derzeit privat untergebracht ist, kann in das Gebäude siedeln, was der Gemeinde Mieteinnahmen bringt. Die politische Struktur mit Bürgermeister, Gemeindevorstand und Gemeindrat bleibt in beiden Gemeinden aufrecht.

Bürgermeister Wolfgang Wölbl von Globasnitz stellt ebenso klar: "Es gibt keine Zusammenlegung der Gemeinden. Wir wollen zusammenarbeiten, um freie Ressourcen im Budget zu schaffen. Derzeit fließt ein Drittel es Budgets in unsere Verwaltung!"
Für den Feistritzer Bürgermeister Fritz Flödl ist klar. "Wir können nicht so weiterarbeiten wie bisher, denn so können wir die Strukturen nicht aufrecht erhalten. Der finanzielle Druck steigt, deshalb sind Kooperationen der richtige Weg in die Zukunft." Und jede Gemeinde behalte ihre Identität.

"Kärntens Gemeinden nehmen damit eine Vorreiterrolle ein. Keine Verordnung von oben, sondern freiwillige Zusammenarbeit der Kommunen, die individuell zugeschnitten ist", erläutert Rumpold, der auch schon von Gesprächen und Verhandlungen von anderen Kärntner Gemeinden berichten kann. (Schluss)

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