Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften hoffen auf Fairness bei Förderungen

Mehr als 15.000 Unterstützer weltweit für ÖAW

Wien (OTS) - Am 23. Februar haben die Initiatoren der Unterschriftenaktion Wissenschaftsminister Dr. Karlheinz Töchterle ihre Protestresolution gegen dramatische Kürzungen an der ÖAW überreicht. Dabei betonten die Initiatoren abermals die befürchtete Schwächung der ÖAW und den Verlust ausgezeichneter Wissenschafter. Die kürzlich zugesagte Milliarde für das ISTA werten sie als Investition in die Forschung. Sie hoffen auf eine vergleichbare Förderung der ÖAW. Denn trotz der laufenden Restrukturierungsplanung befürchten die Vertreter der ÖAW eine Finanzierungslücke, die zum langsamen Tod der ÖAW führen könnte. "Wenn Nachbesetzungen ebenso unmöglich sind wie Investitionen in die Infrastruktur, ist die ÖAW in 10 Jahren tot."

"In seiner Antrittsrede hat BM Töchterle Wissenschaft und Forschung als einen der wichtigsten Bereiche 'für die Zukunft unseres Landes und unserer jungen Menschen' bezeichnet. Aufgrund der Budgetrestriktionen an der ÖAW können nun befristete Stellen nicht verlängert oder nachbesetzt werden, eine Maßnahme, die in erster Linie junge Wissenschafter trifft und automatisch zu einem irreversiblen brain-drain führen wird", so die Initiatoren der Resolution, die weltweite Solidarisierung mit der ÖAW gebracht hat und von 15.391 Menschen bis zu zahlreichen amerikanischen Spitzenuniversitäten unterstützt wurde.

Das Notbudget bei der ÖAW trifft insbesondere die Jobaussichten für exzellente Uni-Absolventen und Jungwissenschaftler. Die zum Verbleib an der Spitze notwendigen Investitionen der Akademie in Infrastruktur und elektronische Medien sind mit dem Notbudget überhaupt nicht machbar. "Die ÖAW würde damit ausgehungert."

Verglichen mit anderen Budgetposten sind die Sparmöglichkeiten bei der Forschung sehr gering: "Mit dem Geld, das wir zusätzlich benötigen, kann man gerade 3-4 Kilometer Autobahn bauen." Andererseits werde das Einfrieren der Förderung dazu führen, dass Österreich in manchen Bereichen nicht mehr an der Weltspitze mitspielen kann. "In diesem Sinne appellieren wir an BM Töchterle, in den Nachverhandlungen das Budget der ÖAW so weit aufzubessern, dass ihr der nötige Spielraum für Nachbesetzungen und Zukunftsinvestitionen gegeben wird."

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Doz. Dr. habil. Wolfgang Mueller
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