Innenministerin Mikl-Leitner trifft türkischen Amtskollegen

Intensivierung der polizeilichen Zusammenarbeit im Mittelpunkt der Gespräche

Wien (OTS) - Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner trifft am 24. Februar 2012 mit dem türkischen Innenminister Idris Naim Sahin in Ankara zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Im Zentrum des Treffens steht die Intensivierung der polizeilichen Zusammenarbeit, vor allem bei der Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung, der illegalen Migration und Schlepperei sowie des Drogenhandels und anderer Formen der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität.

"Die Türkei ist in der polizeilichen Zusammenarbeit ein wichtiger Partner Österreichs. Diese Kooperation möchten wir in einzelnen Bereichen noch weiter ausbauen", erklärt Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.

"Die Zusammenarbeit im operativen Bereich ist sehr gut. Beispiele hierfür sind die Entsendung eines österreichischen Verbindungsbeamten nach Ankara sowie unser gemeinsames Engagement im Bereich der Korruptionsbekämpfung im Rahmen des European Anti-Corruption Training (EACT)", erläutert die Innenministerin. Dennoch sieht Innenministerin Mikl-Leitner neue Möglichkeiten im operativen Bereich: "Wir überlegen, ein neues, modernes Polizeikooperationsabkommen mit der Türkei zu verhandeln. Unser Ziel ist es, die polizeiliche Zusammenarbeit auf ein neues Level zu bringen und höchstmögliche Sicherheit in Österreich und der Türkei zu gewährleisten."

Auch im Bereich der Drogenbekämpfung setzt Österreich auf die enge Zusammenarbeit mit der Türkei. Die Balkanroute durch die Türkei ist das Durchzugstor für den internationalen Drogenschmuggel aus Afghanistan. Im Rahmen eines EU-finanzierten Projekts haben Österreich und die Türkei gemeinsam an der Bündelung der europäischen Kräfte im Kampf gegen den Drogenhandel über die Balkanroute in die EU gearbeitet.

Thematisiert wird auch die zunehmende illegale Migration. Zwischen März 2011 und Jänner 2012 kam es an der griechisch-türkischen Grenze zu rund 53.200 illegalen Grenzübertritten. Häufig führt dabei der Weg über die Türkei, Griechenland, den Westbalkan und Ungarn nach Österreich. "Gerade hier sind wir gefordert, in schlagkräftiger Kooperation Gegenmaßnahmen auf die Beine zu stellen. Die Türkei nimmt hier eine wichtige Schlüsselrolle ein", sagt Mikl-Leitner.

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