Findeis: Umweltverträglichkeitsprüfung ja - aber nach den Probebohrungen

Erst muss überprüft werden ob überhaupt ein wirtschaftlich förderungswürdiges Vorkommen vorhanden ist

St. Pölten (OTS/SPI) - Großes Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung im Hinblick auf den kontrovers diskutierten möglichen Schiefergasabbau zeigt der Weinviertler SPNÖ-Landtagsmandatar, LAbg. Hermann Findeis, der aber gleichzeitig appelliert, mehr Sachlichkeit in die Diskussion einziehen zu lassen. "Selbstverständlich befürworten wir eine Umweltverträglichkeitsprüfung, weil natürlich Gefahren für Menschen und Umwelt ausgeschlossen werden müssen. Allerdings sollten unserer Meinung nach zuerst die beabsichtigten zwei Probebohrungen durchgeführt werden, von denen ja keine Gefährdung ausgeht, um zu erkunden, ob überhaupt ein wirtschaftlich sinnvoll abbaubares Vorkommen vorhanden ist. Erst wenn diese Frage geklärt ist, sollte ein UVP-Verfahren durchgeführt werden. Sonst kommt es nicht nur zu jahrelangen Verzögerungen, sondern vor allem auch zu unnötigen Kosten für die SteuerzahlerInnen. Denn es könnte passieren, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung für ein Projekt durchgeführt wird, das gar nicht stattfindet", so Findeis.

"Was wir langfristig erreichen wollen, ist eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Aber um das zur 100 Prozent zu schaffen, sind noch mehrere Jahrzehnte notwendig, derzeit fehlt noch die entsprechende Infrastruktur. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, wäre es natürlich wünschenswert, wenn wir auf Energieträger aus dem eigenen Land zurückgreifen könnten, und damit auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land behalten könnten, statt vom Ausland abhängig zu sein", so Findeis. "Das ist der Grund, warum wir in der gestrigen Landtagssitzung den Antrag der ÖVP abgelehnt und einen Abänderungsantrag eingebracht haben, in dem wir eben das UVP-Verfahren nach den Probebohrungen und nicht davor verpflichtend machen wollten", erläutert Findeis abschließend.

(Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

SPÖNÖ-Landtagsklub/SPÖNÖ Landesregierungsfraktion
Rita Klement
Pressereferentin
Tel.: 02742 9005 DW 12506, Mobil: 0676/7007309
rita.klement@noel.gv.at
http://www.landtagsklub.noe.spoe.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001