LHStv. Kaiser geht in die Jugendgesundheitsoffensive

WHO-HBSC-Studie stellt Österreichs Schülern schlechtes Gesundheitszeugnis aus - Kärnten arbeitet an Masterplan

Klagenfurt (OTS/LPD) - Laut der aktuellen WHO-HBSC-Studie (2010)
zur Kinder- und Jugendgesundheit geben lediglich 37 Prozent der österreichischen Schüler im Alter von elf bis 17 Jahren an, eine ausgezeichnete Gesundheit aufzuweisen. 17 Prozent haben Einschlafstörungen, ein Viertel raucht und 25 Prozent konsumieren mindestens einmal wöchentlich Alkohol. Im wahrsten Sinn des Wortes "erschwerend" kommt hinzu, dass junge Menschen immer dicker werden. Laut Kärntner Kinder- und Jugendgesundheitsbericht - nicht zu verwechseln mit der HBSC-Studie - leiden im südlichsten Bundesland 17 Prozent der 10- bis 15jährigen Burschen beziehungsweise 19 Prozent der gleichaltrigen Mädchen an Übergewicht. Und rund 15 Prozent aus dieser Altersgruppe greifen mindestens einmal pro Woche "zur Flasche".

Angesichts dieser Zahlen kündigte Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser heute, Freitag, eine breit angelegte Kinder- und Jugendgesundheitsoffensive an. Ein entsprechender Masterplan der Landessanitätsdirektion gemeinsam mit der Kärntner Gebietskrankenkasse (KGKK) sei in Ausarbeitung. "Aufgabe einer verantwortungsvollen Politik ist es, alles zu tun, um unseren Kindern und Jugendlichen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Der Schutz der Gesundheit hat dabei besondere Priorität", so Kaiser. Besondere Bedeutung solle dabei u.a. den Bereichen Ernährung und Bewegung zukommen.

Unabhängig davon habe Kärnten obengenannten Problemen schon bisher gezielt entgegengesteuert, betonte Kaiser und nannte als Beispiele die Projekte "GrenzWert" für alkoholgefährdete Jugendliche, "Eigenständig werden" für Volksschulen und die Informationsbroschüre "Über Alkohol reden".

Die 1982 entwickelte "Health Behaviour in School-aged Children Study" (HBSC-Studie) ist die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie, die in enger Kooperation mit dem Europabüro der WHO von einem multidisziplinären Netzwerk von Forscherinnen und Forschern realisiert wird. Seit 1986 findet die Erhebung im Vierjahresrhythmus statt. Zuletzt haben sich bereits 43 Länder beteiligt. In Österreich wird die Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit vom Ludwig Boltzmann Institute Health Promotion Research (LBIHPR) durchgeführt.
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