ÖAMTC: Bereits 1,4 Millionen Rettungskarten - große Hilfe für Einsatzhelfer (+ Foto)

Befreiung eingeklemmter Unfallopfer ist bei modernen Fahrzeugen große Herausforderung

Wien (OTS) - Die Fahrzeugsicherheit hat sich in den vergangenen Jahren rasch weiterentwickelt. Die Überlebenschance für Unfallopfer nach einem Crash ist somit erheblich gestiegen. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite dieser Entwicklung. "Das Aufschneiden von crashsicheren Autos gestaltet sich immer schwieriger. Zum Beispiel sind Gasgeneratoren von Airbags, die nicht ausgelöst haben, eine Gefahr für Einsatzhelfer", beschreibt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang die prekäre Situation.

Die exakte Kenntnis von Konstruktionsdetails ist deshalb Voraussetzung für eine sichere und erfolgreiche Rettungsaktion. Einsatzhelfer müssen genau wissen, wo sie die Bergegeräte ansetzen müssen. Klarerweise können Feuerwehrleute jedoch nicht über die Fahrzeugdetails aller gängigen Automodelle Bescheid wissen. Deshalb setzen sich der ÖAMTC und die Feuerwehr seit 2010 für die sogenannte Rettungskarte ein. Die Rettungskarte stellt auf einem DIN-A4-Blatt das Auto in einer Übersicht von oben und von der Seite dar. Dabei sind die optimalen Schnittpositionen, die Lage der Batterie, von Karosserieversteifungen, Airbags und der Gasgeneratoren zum Zünden der Airbags eingezeichnet. Diese Darstellung ermöglicht der Feuerwehr ein punktgenaues Ansetzen des Bergegeräts.

Rettungskarten inzwischen von allen namhaften Autoherstellern verfügbar

Auf Forderung des ÖAMTC hin stellen mittlerweile bereits alle namhaften Autohersteller Rettungskarten für ihre aktuellen Modelle zur Verfügung. Die Rettungskarte wird an der Fahrer-Sonnenblende befestigt. Selbst nach einem Überschlag, wenn das Auto auf dem Dach liegt, kommen die Retter meist an diese Stelle heran.

Um auf die Rettungskarte hinzuweisen, gibt es beim ÖAMTC Aufkleber. Diese werden an der linken unteren Ecke der Windschutzscheibe angebracht. Selbst wenn diese bei einem Unfall herausspringt, ist der Aufkleber noch zu finden. Der Aufkleber ist eine wichtige Hilfe für Einsatzleiter. Seit Einführung der Rettungskarte wurden bereits knapp 1,4 Millionen Stück ausgegeben. "Das kann jedoch erst der Anfang sein", sagt der ÖAMTC-Cheftechniker. Der Club fordert nach wie vor, dass die Rettungskarte sowie der Aufkleber bei Neufahrzeugen bereits bei der Auslieferung an Ort und Stelle sind.

Die Rettungskarte zum Download findet man unter www.oeamtc.at/rettungskarte. Der Retttungskarten-Aufkleber ist an allen ÖAMTC-Stützpunkten kostenlos verfügbar.

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