91 Prozent sagen JA zur Rettungsgasse

Knapp zwei Monate nach Einführung der Rettungsgasse ziehen ASFINAG und Einsatzkräfte Bilanz über die bisherigen Erfahrungen

Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 2012 gilt auf Österreichs
Autobahnen und Schnellstraßen: Bei Staubildung - Rettungsgasse! "Und die Rettungsgasse funktioniert immer besser. Natürlich gibt es noch da und dort Probleme, aber die Österreicherinnen und Österreicher wissen, wie es geht", zog ASFINAG-Vorstand DI Alois Schedl im Rahmen einer Pressekonferenz eine erste Bilanz. Zufrieden äußerte sich auch ASFINAG-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl: "91 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer sagen laut IFES-Studie Ja zur Rettungsgasse. Dafür danke ich auch den Einsatzorganisationen und den Autofahrerclubs. Ohne ihre Mithilfe wäre es unmöglich gewesen, die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so gut zu informieren."

IFES-Umfrage zur Rettungsgasse: Die Autofahrer/innen wissen, wie es geht!

Auch eine aktuelle Umfrage unter österreichischen Autofahrern und Autofahrerinnen, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut IFES, bestätigt die Akzeptanz der neuen Regelung eindrucksvoll:

97 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff
96 Prozent sind der Überzeugung, dass die Rettungsgasse Leben retten kann
91 Prozent sind dafür, dass die Rettungsgasse beibehalten wird
75 Prozent wissen, dass die Rettungsgasse schon bei Staubildung gebildet werden muss
89 Prozent wissen, wie man eine Rettungsgasse bei 2 Spuren richtig bildet
73 Prozent kennen das richtige Verhalten bei drei Spuren

"Die große Mehrheit der Autofahrerinnen und Autofahrer weiß also, was bei der Bildung einer Rettungsgasse zu tun ist. Und wir sind zuversichtlich, dass die praktischen Erfahrungen die Umfrage bald noch übertreffen werden!" resümierte Alois Schedl.

Einsatzkräfte und Autofahrerclubs ziehen optimistisch Bilanz

Eine optimistische Bilanz zogen auch die Einsatzkräfte. "Es ist erfreulich, dass viele Autofahrer Bescheid wissen, wann und wie man eine Rettungsgasse bildet. Bei Einsätzen sehen wir, dass es in der Praxis noch nicht ganz so gut funktioniert. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Verkehrsteilnehmer das theoretische Wissen bald umsetzen", sagte Wolfgang Krenn vom Arbeiter-Samariterbund. Von positiven Erfahrungen berichtete Mag. Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes: "In den vergangenen Wochen waren unsere Einsatzkräfte oft schneller am Unfallort und konnten rascher helfen - dafür bedanke ich mich bei allen Autofahrerinnen und Autofahrern." Unterstrichen wird diese Erstbilanz der Einsatzkräfte auch von DI Dr. Gerald Hillinger, Vizepräsident des Bundesfeuerwehrverbandes: "Auch wenn die Verkehrsteilnehmer zum Teil bei mehrspurigen Fahrbahnen natürlich noch in einer Gewöhnungsphase sind, haben die ersten positiven Beispiele schon gezeigt: Die Rettungsgasse kann Zeit sparen und damit Leben retten!"

Auch die Automobilclubs zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung. ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz: "Die Rettungsgasse ist eine Änderung jahrzehntelanger Gewohnheit, dafür klappt sie überraschend gut. Es braucht Geduld bis die neue Regelung in Fleisch und Blut übergeht." Auch ÖAMTC-Generalsekretär DI Oliver Schmerold teilte diesen Befund: "Die Rettungsgasse funktioniert mittlerweile recht gut. Wir orten noch Problembereiche, zum Beispiel auf Autobahnen im Stadtgebiet. Hier fehlt oft noch das Bewusstsein, dass auch hier die Rettungsgasse Pflicht ist."

Brigadier Martin Germ vom Innenministerium wies darauf hin, dass es teilweise bei mehrspurigen Fahrbahnen und mit ausländischen Fahrzeuglenker/innen noch zu Problemen kommt: "Nimmt die Polizei Übertretungen wahr, wird nach Möglichkeit eingeschritten. Schwere Übertretungen, bei denen Einsatzfahrzeuge behindert wurden, werden rigoros angezeigt. In leichteren Fällen, kann - wenn berücksichtigungswerte Umstände vorliegen - aber auch mit Abmahnung vorgegangen werden. Wer allerdings die Rettungsgasse absichtlich mit einer Überholspur verwechselt, muss mit Sanktionen rechnen."

ASFINAG informiert noch das ganze Jahr - Schwerpunkt Nachbarländer

In Österreich wird die ASFINAG zumindest bis Ende 2012 weiterhin umfassend über die Rettungsgasse informieren: Mit 150 Brückentransparenten, 218 Autobahnplakaten und Hinweistafeln auf den 31 Rastplätzen der ASFINAG wird weiterhin für die Rettungsgasse geworben, auch die Informationsbroschüren liegen weiter auf. Alle Informationen zur Rettungsgasse gibt es weiterhin unter der Serviceline der ASFINAG 0800 400 12 400 und auf www.rettungsgasse.com.

Bislang wurde in den Nachbarländern über die Medien und die Autofahrerclubs informiert, außerdem wurden an den grenznahen Vignettenverkaufsstellen Folder ausgeteilt. "Wir werden jetzt noch verstärkt auf die Autofahrerinnen und Autofahrer aus dem Ausland zugehen und Hinweistafeln an den wichtigsten Grenzübergängen in der jeweiligen Landessprache und auf Englisch installieren. Und wir werden an reisestarken Wochenenden Infofolder an den Grenzübergängen verteilen", kündigt ASFINAG-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl an.

"Die Rettungsgasse hilft Feuerwehr, Rettung und Polizei dabei, schneller zu helfen und Leben zu retten. Es ist wichtig, dass dieses Bewusstsein bereits fest verankert ist - denn mit dieser Motivation wird die Rettungsgasse von Tag zu Tag noch besser funktionieren", sind die beiden ASFINAG Vorstände Schedl und Schierhackl überzeugt.

Die gesamte IFES-Umfrage zum Download finden Sie auf www.asfinag.at/presse

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Christian Spitaler, MAS
Pressesprecher
Tel.: +43 (0)50108-10835, Mobil: +43 664-60108 10835
E-Mail: christian.spitaler@asfinag.at
www.asfinag.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0001