Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Daniela Gross: Ausgeblutete Inszenierung

Klagenfurt (OTS) - Blutende Städte und Raubzüge: Das ist nicht etwa eine neue Theaterinszenierung, sondern Kärnten im Jahr 2012. In den Hauptrollen: die Bürgermeister der Kärntner Städte. Sturm laufen sie gegen die Landespolitik, die sie "finanziell ausbluten lasse". "Überfallsartig" müssten sie für Finanzleistungen wie Mindestsicherung und Co., sprich den Sozialausgleich, mehr bezahlen als kleinere Gemeinden. Das sei nicht mehr tragbar. Nicht tragbar ist, wenn sich die Landespolitik nicht mit den Stadtoberhäuptern auf einen Verhandlungstisch begeben hat, als die Umverteilung der Finanzleistung ausgepackelt wurde. Das ist zumindest der neuerdings den Dialog hochpreisenden Landesregierung unwürdig. Nicht nachvollziehbar ist auch, dass sich Bürgermeister dazu herablassen, von "dummer Politik" zu sprechen und hoffen, mit Drohgebärden etwas zu erreichen. Denn das ist alles andere als gescheit - vor allem wenig zielführend. Zumindest mangelt es diesem Schachzug an erfolgreichen Vorläufern.

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