Sitzung des NÖ Landtages

St. Pölten (OTS/NLK) - Abgeordneter Martin S c h u s t e r
(VP) berichtete zu einem Antrag betreffend Landespflegeheime; Ausbau-und Investitionsprogramm 2012 bis 2018.

Abgeordnete Amrita E n z i n g e r (G) eröffnete die Debatte:
Der eingeschlagene Weg sei ein guter. Dabei dürfe aber nicht nur in die Häuser, sondern müsse auch in das Personal investiert werden. Sie meinte, die NÖ Pflegeheime würden von engagierten Mitarbeitern und Direktoren geführt. Leider seien in den letzten Jahren viele Physiotherapeuten und Ergotherapeuten eingespart worden. Aufgabe für die Zukunft sei es, die immer größere Anzahl der dementen Patienten zu betreuen bzw. zu pflegen. Gerade im Bereich der Pflege sei das "Betreute Wohnen" unverzichtbar, forderte sie in diesem Zusammenhang einheitliche Richtlinien für ganz Niederösterreich. Damit könne man den Menschen die Möglichkeit geben, im Alter in ihrer gewohnten Umgebung betreut zu werden.

Abgeordneter Edmund T a u c h n e r (FP) sagte, auf Grund der immer älter werdenden Bevölkerung sei ein Ausbau der Landespflegeheime notwendig. Er forderte einen Abgang vom geplanten Leasingmodell, womit die Erweiterungen laut Vorlage der Landesregierung realisiert werden sollten. Seine Fraktion werde dieser Vorlage ihre Zustimmung geben.

Abgeordnete Christa V l a d y k a (SP) betonte, die Art der Pflege und der Pflegebedarf hätten sich in den letzten Jahren verändert. Nur wenn rechtzeitig in die notwendigen Maßnahmen investiert würde, könnte auf die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung richtig reagiert werden. Neben den räumlichen Voraussetzungen gehe es aber auch um entsprechendes Fachpersonal und deren Ausbildung. Ältere Menschen bräuchten mehr Wahlmöglichkeiten, besonders dezentrale Pflegeeinrichtungen in ihrer Gemeinde.

Abgeordneter Anton E r b e r (VP) meinte, die Pflege alter Menschen sei sehr belastend für die Familie, alte Menschen seien aber auch auf Grund ihres Wissens und ihrer Erfahrung ein großer Wert für jede Familie. Beim "Betreuten Wohnen" brauche es "ein Herz und ein Ohr" für ältere Menschen. Durch die NÖ Wohnbauförderung gebe es für Projekte von "Betreutes Wohnen" eine Förderung von bis zu 80 Prozent. In Niederösterreich stehe immer der Mensch im Mittelpunkt, besonders die Senioren. Bis zum Jahr 2016 werde das Land rund 900 zusätzliche Betten in Pflegeheimen schaffen.

Die Vorlage wurde einstimmig angenommen.

Abgeordneter Karl B a d e r (VP) berichtete zu einem Antrag betreffend Landespflegeheim Gänserndorf, Umbau und Sanierung.

Abgeordneter Edmund T a u c h n e r (FP) meinte, das Barbaraheim in Gänserndorf umfasse nach der Sanierung 136 Betten. Für Umbau und Sanierung seien rund 3,9 Millionen Euro vorgesehen. Er sprach dem Pflegepersonal Dank und Anerkennung aus.

Abgeordnete Mag. Karin R e n n e r (SP) meinte, die Sanierung des Barbaraheimes werde aus Rücklagen finanziert. Ihre Fraktion werde der Vorlage gerne zustimmen.

Abgeordneter René L o b n e r (VP) sagte, das Barbaraheim sei ein Vorzeigebetrieb mit vielen engagierten Mitarbeitern. Zentrale Treffpunkte seien der Veranstaltungssaal und die Cafeteria, die auch Platz für Vernissagen biete. Im Barbaraheim werde auch die Interaktion zwischen alten und jungen Menschen gefördert.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Abgeordneter Ing. Franz G r a t z e r (SP) berichtete zu einem Antrag betreffend NÖ Landesjugendheime, Änderung des Ausbau- und Investitionsprogramms 2008 bis 2015.

Abgeordneter Emmerich W e i d e r b a u e r (G) meinte, seine Fraktion werde der Änderung des Gesetzes zustimmen, weil die stationäre Aufnahme von Jugendlichen in Heime zurückgedrängt werden müsse. In diesem Zusammenhang sei es notwendig, der Jugendwohlfahrt mehr Personal zur Verfügung zu stellen. Auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe etwas mit den Problemen der Jugendliche zu tun. Bei einer funktionierenden Partnerschaft gebe es eine optimale Entwicklung für die Kinder. Es müsse für eine Familie leistbar sein, dass Vater oder Mutter für eine bestimmte Zeit sich nur um die Kinder kümmern. Ursachenforschung und Prävention seien in diesem Zusammenhang wichtig.

Abgeordneter Ing. Martin H u b e r (FP) brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass hier keine zu großen Einsparungen getätigt und das Geld zielgerichtet eingesetzt würde. Punkto Übergriffe auf Jugendliche sei stets schonungslose Aufklärung gefordert. Zu Allentsteig hielt er fest, dass der Einkauf nicht privatisiert werden sollte.

Abgeordneter Herbert T h u m p s e r (SP) merkte unter anderem an, dass es im Bereich Jugendwohlfahrt wesentliche Weiterentwicklungen gebe und dass die SP dieser Vorlage die Zustimmung geben werde.

Abgeordneter Martin S c h u s t e r (VP) widmete sich speziell dem Landesjugendheim in Perchtoldsdorf, für das man im zweiten Anlauf einen guten Standort gefunden habe. Besonders im Hinblick darauf, dass hier auch schwerst behinderte Menschen Unterkunft finden, habe man hier seitens der Politik ein eindeutiges Signal gesendet und Unterstützung gegeben. Dafür sei allgemeiner Dank auszusprechen.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

(Forts.)

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