Moser: ÖBB-Pünktlichkeitsbilanz weiterhin geschönt

ÖBB holt unpünktliche Züge durch Ausfall aus Statistik

Wien (OTS) - "Die Bemühungen der zuständigen ÖBB-Stellen um mehr Pünktlichkeit für die Fahrgäste sind lobenswert und auch merkbar. Die schlechten Werte z.B. im Burgenland trotz weniger Züge zeigen zugleich, dass noch viel Spielraum für Verbesserungen besteht. Besonders überschattet wird die heute präsentierte Jubelstatistik für 2011 aber dadurch, dass die ÖBB die Pünktlichkeitsbilanz nach wie vor künstlich schön rechnen. In den letzten Jahren ist die Unsitte eingerissen, dass unpünktliche Züge schnell einmal überhaupt aus dem Verkehr gezogen werden, weil diese 'ausgefallenen' Züge dann nicht für die Pünktlichkeitsstatistik zählen. Die Dummen sind da erst recht die PendlerInnen: Statt wenigstens unpünktlich ans Ziel zu kommen, werden sie auf Folgezüge verwiesen und müssen aussteigen und bei Wind und Wetter auf diese warten. Auch Fahrzeitverlängerungen im Nahverkehr machen Pünktlichkeit leicht, nerven aber die ÖBB-Kunden. Dieses Getrickse muss endlich abgestellt werden", kritisiert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen.

"Ich erwarte mir von der Novelle der Fahrgastrechte-Gesetzgebung, die Verkehrsministerin Bures schon für 2011 versprochen hatte und hoffentlich bald einmal wenigstens im Entwurf vorlegt, dass derlei Rechenkunststückchen bei den ÖBB unterbunden und die Fahrgäste nicht weiter durch Trickserei um ihr Recht auf Entschädigung für Unpünktlichkeit gebracht werden. Umweltfreundlich mit der Bahn zu fahren, muss belohnt und weiter attraktiviert werden, wenn Österreich nicht alle Umwelt- und Klimaziele verfehlen will", so Moser.

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