LR Ragger: Schaffung von Wohneigentum erleichtern, Energiearmut bekämpfen

Kelag stellt 100.000 Euro für sozial Schwache zur Verfügung

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Wir sollten die Schaffung von
Wohn-Eigentum nicht behindern, wie es die Regierung mit dem Sparpaket tut, sondern fördern", erklärte der Kärntner Wohnbaureferent LR Christian Ragger bei einer Pressekonferenz heute, Donnerstag. Aus diesem Grund wurde die Kärntner Wohnbauförderung dahingehend geändert, dass Jungfamilien eine höhere Förderung erhalten, wenn sie ein Eigenheim errichten oder sich eine Eigentumswohnung anschaffen. Als Jungfamilien gelten Ehepaare, die beide unter 35 Jahre sind bzw. Alleinerzieher mit Kindern. Ragger stellte diese Neuerung aus Anlass der morgen, Freitag, beginnenden "Häuslbauermesse" in Klagenfurt vor.

Für ihn sind auch der Kampf gegen Energiearmut und die möglichst effiziente Nutzung von Energie wichtige Anliegen. Auch dafür gibt es eine neuen Anreiz bei der Wohnbauförderung: Wer eine Wärmepumpe mit Energie aus einer Photovoltaikanlage (Sonnenenergie) betreibt, gelangt leichter zu einem 35-prozentigen Zuschuss, der im Schnitt rund 5.000 Euro ausmacht.

Hilfe gegen Energiearmut leistet Ragger auch als Sozialreferent. Er freut sich, dass es auch bei der Kelag ein Umdenken gab, hierbei mit zu wirken. Die Kelag hat 100.000 Euro bereitgestellt. Mit dieser Summe wird die Anschaffung von stromsparenden neuen Geräten für Bedürftige gefördert. Die Abwicklung dieser Kelag-Hilfe erfolge über die Caritas. Ragger schuf auch einen Topf für Hilfe gegen Kältenot, der gemeinsam mit den Gemeinden mit 400.000 Euro versehen wurde.

Privates Kapital für Wohnzwecke will Ragger vor allem im ländlichen Raum mobilisieren. Investoren, die ein Gasthaus oder anders gewerblich genutztes Objekt zu Wohnungen umbauen, können im Rahmen der Sanierungsförderung einen Zuschuss erhalten. Dieser wird in zehn Jahresraten ausbezahlt. Zusätzlich ist auch projektbezogen eine einmalige Unterstützung aus dem Wohn- und Siedlungsfonds möglich.

Einen besseren Zugang zu erhöhter Mietbeihilfe erhalten Betroffene in 17 Kärntner Gemeinden. Dies wurde durch eine neue Abgrenzung des strukturschwachen ländlichen Raumes möglich. "Wir wollen einen Beitrag gegen die Abwanderung aus Randgemeinden leisten", betonte Ragger. Erleichtert werde auch die Umsetzung so genannter Reconstructing-Projekte, bei denen bestehende Objekte komplett abgerissen und durch neue ersetzt werden. Bei den betroffenen Mietern werde in Zukunft keine neue Prüfung verlangt, ob eine Förderwürdigkeit vorliegt.

Eine wichtige Maßnahme sei auch das Jungfamilienstartgeld. Jungen Beziehern der Wohnbeihilfe im Alter zwischen 18 und 25 Jahren wird ein Zuschlag von 50 Euro monatlich auf zwei Jahre zur Wohnbeihilfe gewährt, wenn sie erstmals eine eigene Wohnung mieten.
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