Oh Gott, Strafe für Schulschwänzer? Droht gar die "Ver-Preußung" Österreichs?!

Wiedereinführung des "Großvater-Konservatismus" oder berechtigte Sorge um Ausbildungserfolg unserer Jugend?

Wien (OTS) - Sebastian Kurz hat einen aktuell wichtigen und
zugleich wunden Punkt angesprochen: Sollen "Schulschwänzer" durch (Geld-)Strafen zum Besuch der Schule "gezwungen" werden, ja oder nein?

Die Debatte droht die falsche Richtung zu nehmen: die Motivation soll nicht das Strafen per se sein, sondern die berechtigte Sorge, dass viel zu hohe Drop-Out Raten den Ausbildungserfolg einer gesamten Generation, und damit des Landes, gefährden.

In Österreich herrscht aus gutem Grund die Unterrichtspflicht:
junge Menschen erhalten zu ihrem eigenen Wohl und natürlich auch zum Wohle der Gemeinschaft eine Ausbildung. Das ist kein Wahlrecht sondern Pflicht und kommt von dem Wort Verpflichtung, die jeder Bürger der Gemeinschaft gegenüber hat, in der er/sie lebt.
Da Kinder und junge Menschen aufgrund ihres Alters noch nicht ausreichend in der Lage sind, diese Verantwortung zu erkennen, liegt es an ihren Eltern. Genau hier soll angesetzt werden:

Nicht dem Schüler wird Geld-Strafe angedroht sondern jenen Eltern, die ihre Natur gegebene Aufgabe nicht wahrnehmen und ihrer Erziehungspflicht nicht nachkommen.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an der "Schulschwänzer"-Gruppe haben Familien mit Migrationshintergrund, Familien die die staatlichen (Geld)Transferleistungen nicht unwesentlich beanspruchen. Wer Rechte will muss im gleichen Maße auch die Pflichten mittragen. Alles andere ist nämlich unsozial!

Jenen (alleinerziehenden) Müttern und Vätern gegenüber, die trotz beruflicher Belastung ihre Zeit in die vorbildliche Fürsorge ihres Nachwuchses investieren, um der Gemeinschaft eigenständige, lebensfähige und der europäischen Lebenskultur verbundene Menschen zu schenken.

Es ist hoch an der Zeit, dass die Politik das (wieder) erkennt und mit spürbaren Konsequenzen danach handelt.

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Landesverband Katholischer Elternvereine Wiens
Hr. Mag. Christian Hafner; Tel.: +43 0664 89 03 953
Email: wien@hvkev.at; Homepage: www.hvkev.at/wien

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