Physiotherapie - Test des Vereins für Konsumenteninformation deckt schwere Mängel auf

Hauptverband: Testung im Bereich des Gesundheitswesens schützt Patienten

Wien (OTS) - Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und der Verein für Konsumenteninformation arbeiten bereits seit 2007 erfolgreich im Bereich des Konsumentenschutzes zusammen. Die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Konsument" publizierte Testung von Physiotherapie-Anbietern in den Bundesländern Vorarlberg und Steiermark zeigt, dass professionelle und unabhängige Analysen, wie sie durch den Verein für Konsumenteninformation durchgeführt werden, im Interesse der Versicherten auch im österreichischen Gesundheitswesen notwendig sind.
Der aktuelle Test hat gezeigt, dass sich viele Anbieter von physiotherapeutischen Leistungen (Physiotherapeuten, physikalische Institute) nicht an die vom Arzt verordnete Therapieform halten und auch die Dauer der einzelnen Behandlungen häufig nicht der ärztlichen Verordnung entspricht. Überraschend für die Sozialversicherung ist auch, so das Ergebnis des VKI-Tests, dass in mehr als der Hälfte der getesteten Einrichtungen ohne Kassenvertrag die Rechnung nicht korrekt ausgestellt wurde. Der Vorsitzende des Ausschusses Krankenversicherung im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Josef Pesserl, hält fest, "dass für die Entscheidung über die anzuwendende Therapie ausschließlich der verordnende Arzt zuständig ist und diese von anderen Leistungserbringern auch einzuhalten ist".
Das Abrechnungsverhalten wird von der Sozialversicherung laufend analysiert. Wenn, wie in diesem Fall Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, setzt die Sozialversicherung auch die entsprechenden Schritte. Das geht von verstärkter Einzelfallkontrolle bis hin zu juristischen Konsequenzen. "Die vom VKI aufgezeigten nicht korrekten Verhaltensweisen können Patienteninteressen maßgeblich beeinträchtigen und schaden der Versichertengemeinschaft als Beitragszahler. Das kann nicht toleriert werden", so Pesserl abschließend.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Arzt durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten bzw. einer Patientin und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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