Seniorenbund / Aubauer: Nein zu automatischen Preis-Indexierungen! Senioren-Konsumenten werden sich wehren!

Seniorenbund-Sparrechnung bringt bis zu 800,- Euro jährlich!

Wien (OTS) - Bei ihrer heutigen Pressekonferenz gemeinsam mit Europa-Abgeordnetem und Seniorenbund-Generalsekretär Becker präsentierte Mag. Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin, die Seniorenbund-Sparrechnung - einen Mix aus politisch erforderlichen Maßnahmen und Aktionen, die Konsumenten selbst setzen können, um die Teuerung zu beschränken und damit bis zu 800,- Euro im Jahr mehr in den Senioren-Geldbörsen zu haben:

"Wie auch heute wieder bekannt wurde, koppeln immer mehr Unternehmen - im besonderen Telefonanbieter, Banken und Versicherungen ihre Preise künftig automatisch an Teuerungs-Indizes. Dazu kommt von unserer Seite ein deutliches Nein! Wir werden dies auch mit aller Kraft bekämpfen! Mit der Preisbildung in der ökosozialen Marktwirtschaft hat dies absolut nichts zu tun!" Dadurch werde nämlich, so Aubauer weiter "die Teuerung weiter angeheizt, was vor allem in den Debatten um nötige Teuerungsabgeltungen für Pensionen unbotmäßig zu Buche schlägt. Solche Absichten sind daher nichts anderes als ein Aussackeln von Staat und Konsumenten zugleich!"

Seniorenbund-Sparrechnung: Bis zu 800,- Euro im Jahr Ersparnis! 2,5 Millionen Senioren sollen ihre Marktmacht bewusst einsetzen!

1. Lebensmittelpreise:

"Neben der aktuellen Initiative unseres Europa-Abgeordneten Becker gegen Lebensmittelspekulation und "Österreich-Aufschlag" im Lebensmittelbereich appelliere ich auch an die Senioren selbst: Bitte vergleichen Sie Preise und setzen Sie Kundenkarten der einzelnen Handelsketten clever ein. Ohne besonders großen Aufwand können Sie damit locker 5% und somit 130,- Euro im Jahr einsparen", richtet sich Aubauer an die Seniorinnen und Senioren.

2. Lebensmittelverschwendung:

"96.000 Tonnen genießbare Lebensmittel landen in Österreich jedes Jahr im Müll damit muss Schluss sein. Vom Handel verlangen wir daher - Günstigere Kleinpackungen für Singlehaushalte (viele Senioren betroffen)
- Großpackungen dürfen nicht länger günstiger sein als Kleinpackungen - Regale müssen nicht bis Landenschluss laufend nachbefüllt werden und sämtliche Restmengen z.B. an Brot sollen sozialen Einrichtungen (SOMA etc.) zur Verfügung gestellt werden - der Konsument zahlt schließlich diese Verschwendung mit!

Einzusparen sind damit bis zu 300,- Euro im Jahr", appelliert Aubauer an den Handel.

3. Gebührenerhöhungen:

"Wir verlangen den sofortigen Gebührenerhöhungs-Stopp bzw die Rücknahme zuletzt erfolgter Gebührenerhöhungen der öffentlichen Hand, besonders der Gemeinden. Die schwierige finanzielle Situation der Gemeinden darf nicht auf dem Rücken der Einkommensschwachen gelöst werden. Das bringt in so mancher Gemeinde 30,- Euro pro Jahr und Kopf", fordert Aubauer von den Gemeinden.

4. Rezeptfreie Medikamente:

"Laut WIFO würde die Abschaffung der Preisbindung bei rezeptfreien Medikamenten gute 60 Millionen im Jahr einsparen. Die Apotheken könnten also auch mehr Konkurrenz vertragen. Damit diese gut 20,-Euro pro Jahr in unseren Haushalten auch ankommen, werde ich entsprechende Initiativen im Parlament ergreifen", kündigt Aubauer an.

5. Strom und Gas:

"Seien Sie so frei wie der Strom- und Gasmarkt! Wenn Ihnen der aktuelle Preis nicht passt, wechseln Sie den Anbieter! Dies wurde gerade erst durch neue Gesetze weiter erleichtert, unterstützt werden Sie dabei von e-control. Weil jedoch viele Senioren diesen Online-Service nicht nutzen können, fordern wir die Gemeinden auf, allen Menschen ohne Internetanschluss zumindest einmal im Monat ihre Amtsstuben zu öffnen. Dabei unterstützen Sie Freiwillige - wie z.B. unsere Seniorenbund-Mitglieder - sicher gerne in der Umsetzung", informiert Aubauer die Seniorinnen und Senioren über eine Möglichkeit, die im vergangenen Jahr von etwas mehr als einem Prozent der Strom- und sogar weniger als einem Prozent der Gaskunden genutzt wurde! "Einsparen kann man damit übrigens laut e-control bis zu sagenhaften 300,- Euro im Jahr!"

6. Treibstoffpreise:

"Auch hier muss man die Konsumenten zu Preisvergleichen aufrufen. Der Spritpreisrechner hilft dabei und ermöglicht zu den Zugang zu Einsparungen von mindestens 30,- Euro im Jahr", so Aubauer weiter.

7. Thermische Sanierung und barrierefrei Umbau:

"Die Förderung für die thermische Sanierung bleibt trotz budgetärer Einsparungen weiter bestehen. Auch Senioren sollten dieses Geld nicht liegen lassen! So rasch als möglich werden wir außerdem die Details klären, wie die angekündigten Regelungen zur Förderung von barrierefrei Umbau aussehen und ab wann diese gelten sollen. Darüber werden unsere mehr als 305.000 Mitglieder dann selbstverständlich umgehend informiert", betont Aubauer zu einer wichtigen Offensiv-Maßnahme des Wirtschaftsministers.

Abschließend hält Aubauer fest:

"Wir nehmen diese hohen Teuerungsraten nicht länger hin. Wir wehren uns. Was gesetzlich zu tun ist, werden wir vom Seniorenbund in den kommenden Monaten massiv voran treiben. Unseren Seniorinnen und Senioren rufen wir aber zu: Lassen Sie sich das nicht länger gefallen! Die mehr als 2,5 Millionen Seniorinnen und Senioren verfügen über eine große Marktmacht, die es nun endlich zu nutzen gilt. Vergleichen Sie Preise, wechseln Sie unverschämte Anbieter einfach aus. Gemeinsam mit Ihnen holen wir diese 800,- Euro pro Jahr in Ihr Geldbörserl!"

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
Tel.: 0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at;
www.seniorenbund.at

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