Schülerunion begrüßt die Reaktion von Bildungsministerin Schmied auf die Debatte zur Schulpflichtverletzung

Schulpartner sollen in Diskussion um Schulpflichtverletzungen mit eingebunden werden

Wien, 22. Februar 2012 (OTS) - Endlich kommt Bewegung in das Thema rund um die anhaltenden Schulpflichtverletzungen: Die von Sebastian Kurz begonnene Diskussion wurde heute auch von Unterrichtsministerin Claudia Schmied aufgegriffen. Wie in so vielen Fällen, ist der intensive Kontakt zwischen den Schulpartnern Schüler, Lehrer und Eltern ein wichtiger Baustein für eine gute Schule: "Man muss versuchen, die Zusammenarbeit der drei Partner so zu intensivieren, sodass man nicht nur im Bereich der Schulpflichtverletzung Fortschritte erzielt, sondern die Schule als Institution verbessert. Deshalb begrüße ich die Initiative, weil sie ein erster Schritt in Richtung Stärkung der Schulpartner darstellt. Viele Inhalte des von Schmied präsentierten 5-Punkte-Programmes sind langjährige Forderungen der Österreichischen Schülerunion", so Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, zum Vorschlag von Ministerin Schmied, verpflichtende Schüler-Lehrer-Eltern-Gespräche einzuführen. ****

Neben schärferen Sanktionen für Eltern, die ihre Kinder vom Schulbesuch abhalten, muss es aber auch eine umfassende Untersuchung aller weiterer Gründe für Schulpflichtverletzungen und den damit verbundenen Schulabbruch geben: "Anhaltende Schulpflichtverletzung muss mit einem Bündel an Maßnahmen verhindert werden. Ich hoffe, dass dieses Vorhaben tatsächlich seine Wirkung zeigen wird! Mir ist wichtig, dass die neuen Erkenntnisse aus der Expertise ordentlich evaluiert werden und erst dann die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Wir gehen davon aus, dass hier die Erfahrung der Schulpartner bei der Expertise berücksichtigt werden wird", betont Lefebre weiter.

Die Anliegen der Schüler müssen im Mittelpunkt der Diskussion liegen. Eine Anpassung der Höchststrafe für anhaltende Schulpflichtverletzung ist wichtig, jedoch braucht es darüber hinaus auch weitere Maßnahmen. Eine Sensibilisierung zum Thema Schulpflichtverstöße muss in den Bereichen Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und in der Schulleitung stattfinden, sowie eine kontinuierliche Förderung der Klassengemeinschaft geschaffen werden. "Es ist wichtig, dass auf die individuelle Situation der Schüler Rücksicht genommen wird", argumentiert Lefebre abschließend.

Die Schülerunion ist die größte Organisation für Österreichs Schüler. Über 30.000 Mitglieder vernetzen sich, um die Anliegen in ihren Schulen durchzusetzen. Schul- und länderübergreifende Forderungen bringt die Schülerunion dann in der Landes- bzw. Bundesschülervertretung (BSV) ein. 23 von 29 Schülerunions-Mandate in der BSV beweisen, dass 80 Prozent der Schüler hinter den Vorstellungen der Schülerunion stehen.

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Österreichische Schülerunion
Jim Lefebre, Bundesobmann
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