Evangelischer Bischof Bünker anlässlich der Passionszeit

Nicht jeder hat sein täglich Brot - Wir fasten während andere hungern

Linz (OTS) - In Österreich werden jedes Jahr eine Million Tonnen
an Lebensmitteln weggeworfen. Jedes fünfte Stück Brot landet im Müll. Der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln hat einen neuen Höhepunkt erreicht.

"Dem gegenüber stehen aktuell fast 1 Milliarde Menschen in den Entwicklungsländern, die an Hunger und Unterernährung leiden", so der evangelische Bischof Michael Bünker anlässlich eines Pressegesprächs am Aschermittwoch.

"Im Jahr 2000 hat die Weltgemeinschaft die Millenniums-Entwicklungsziele vereinbart, und damit vor allem dem Hunger den Kampf angesagt. Doch die Zahl der Menschen, deren täglich Brot nicht ausreichend gesichert ist, stieg seit damals weiter an", beklagt der Bischof. "Das ambitionierte Ziel für 2015 liegt in weiter Ferne."

"Die steigende Zahl der Hungernden ist besonders beschämend, da sie auch politisch verursacht ist. Wir dürfen nicht vergessen: Die Hungerproblematik ist eine Verteilungsproblematik", verdeutlicht Michael Bünker. Immer wieder sind es die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit, die von den Regierungen gekürzt werden. Das Menschrecht auf ausreichend Nahrung wird somit nicht erfüllt. "Wichtig ist, dass die Österreichische Regierung nicht aus den Augen verliert, dass sie einen Beitrag von 0,7 Prozent des Nationaleinkommens für die Entwicklungshilfe versprochen hat", fordert Michael Bünker. Da der österreichische Staat seine Verantwortung nicht ausreichend wahrnimmt, ist das private und kirchliche Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig.

"Brot für die Welt" engagiert sich in der Entwicklungspolitik

"Brot für die Welt" ist eine Aktion, die von der Evangelischen Kirche und der Diakonie getragen wird. Schwerpunkte in der entwicklungspolitischen Projektarbeit von "Brot für die Welt" sind neben Ernährungssicherung auch Bildung, Menschen mit Behinderungen, Friedensarbeit im Nahen Osten und die Stärkung von Frauen.

"Mit dieser Aktion wollen wir das Thema Entwicklungszusammenarbeit wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken. Das Engagement für hungernde und notleidende Menschen ist wichtiger als je zuvor", meint Bischof Bünker.

Hoffnung in Zeiten der Dürre schenken

3,7 Millionen Menschen, darunter tausende Kinder, leiden aktuell unter der extremen Trockenheit in Kenia. Die Menschen vor Ort sind nicht ausreichend mit Nahrung und sauberem Trinkwasser versorgt. Hinzukommen exorbitant hohe Preise für Grundnahrungsmittel. Mais, eines der Hauptnahrungsmittel kostet in Kenia derzeit mehr als in Österreich. Bis zu 80 Prozent des Einkommens müssen für Nahrungsmittel aufgebracht werde. "Dürreperioden, wie sie in Afrika immer häufiger vorkommen, und steigende Lebensmittelpreise machen den Einsatz von Entwicklungshilfe-Organisationen nötig", betont Michael Bünker.

"Die Projekte von 'Brot für die Welt' orientieren sich an den Bedürfnissen der Menschen in den Projektregionen. So zählt es in Kenia zu den Hauptaufgaben, gemeinsam mit den Partnerorganisationen Strukturen aufzubauen, die langfristig Ernährung sichern", stellt Bischof Bünker abschließend fest.

"Brot für die Welt" bittet dringend um Ihre Unterstützung. Spendenkonto: 900 566 00 - PSK Bank - BLZ 60 000

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