Stoiber-Gruppe zum Bürokratieabbau hebt WKÖ-Projekt als Best-Practice hervor

"Grenzoffensive" der WK-Oberösterreich, der Handelskammern von Bayern und Südböhmen findet Niederschlag im Abschlussbericht an EU-Kommission

Wien (OTS/PWK121) - In dem jetzt von der so genannten "Stoiber-Gruppe" an die EU-Kommission vorgelegten Bericht "Was Europa besser machen kann" wird als eines von elf Projekten zum Bürokratieabbau in Europa das von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) eingereichte Projekt "Grenzoffensive" als Best Practice Beispiel hervorgehoben. Insgesamt wurden über 300 Initiativen begutachtet. 2007 hatte die EU-Kommission ein Aktionsprogramm zur Reduzierung von Verwaltungslasten in der Europäischen Union vorgestellt, mit dem Ziel, diese für Unternehmen bis 2012 um ein Viertel zu reduzieren. Leiter der mit der Erfassung entsprechender Projekte beauftragten Gruppe wurde der ehemalige bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber.

Bereits 2010 wurde das jetzt im Abschlussbericht der "Stoiber-Gruppe" als Best-Practice Beispiel hervorgehobene Projekt "Grenzoffensive" von der EU-Kommission mit dem Single Market Award für das beste Projekt zum Abbau von Bürokratie in der EU ausgezeichnet. Die "Grenzoffensive" wurde 2002 auf Initiative der WKÖ von der WKOÖ gemeinsam mit der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz gestartet, um Hindernisse im regionalen grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel zu beseitigen. Seit 2005 ist auch die Südböhmische Wirtschaftskammer Kooperationspartner. Ziel der Offensive ist es, über die Voraussetzungen und Chancen grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit zu informieren, Wirtschaftsbeziehungen im grenznahen Raum zu forcieren und die regulatorischen Rahmenbedingen für die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen zu vereinfachen.

"Das Projekt 'Grenzoffensive' ist ein erfolgreiches Beispiel für grenzübergreifende Initiativen für KMU", freut sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl über die Auszeichnung als Best Practice Beispiel durch die "Stoiber-Gruppe". Das Projekt zielt darauf ab, Verwaltungshindernisse für lokale KMU zu verringern, die ihre Aktivitäten auf die andere Seite der Grenze nach Bayern oder Südböhmen bzw. umgekehrt nach Oberösterreich ausweiten wollen. Die Fokussierung konzentriert sich auf Erleichterungen bei der grenzübergreifenden Erbringung von Dienstleistungen oder bei der Entsendung von Arbeitnehmern. Einige bürokratische Verfahren wurden bereits in der Grenzregion abgeschafft oder zumindest vereinfacht. Neben dem Abbau von Bürokratie liegt ein weiterer Schwerpunkt der "Grenzoffensive" in Fortbildungsveranstaltungen und Beratungsleistungen für KMU.

Die "Stoiber-Gruppe" hat bis heute über 30 Stellungnahmen zu mehr als 300 Vorschlägen verabschiedet, die auf die Verringerung der Verwaltungslasten für Unternehmen abzielen. Das Einsparungspotenzial allein dieser Vorschläge wird auf mehr als 41 Mrd. Euro jährlich geschätzt. (BS)

Info:
www.grenzoffensive.org

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