Warum das Volksbegehren "Stopp dem Pensionskassenflop" wichtig ist

Fachverband der Pensionskassen streut seinen Opfern Sand in die Augen

Wien (OTS) - Angesichts der in der Tagespresse vom 21.2. teilweise gebrachten Berichte über die österreichischen Pensionskassen muss zum wiederholten Male auf die wahren Probleme hingewiesen werden.

Schönfärberei 1: Zwei von drei Beziehern einer Pensionskassen-Rente wird heuer wegen der schlechten Börse-Entwicklung im Vorjahr ihre Firmenpension gekürzt - der dritte Bezieher bekommt eine leistungsorientierte Pensionskassenpension, d.h. der ehemalige Dienstgeber trägt die Verlustdifferenz, also kein Erfolg der Pensionskasse!

Schönfärberei 2: die Performance der überbetrieblichen Pensionskassen 2011 wird durchschnittlich mit 3 Prozent Minus dargestellt. Wohlweislich verschwiegen wird: zum Minus muss noch der sogenannte Rechnungszins dazugerechnet werden (beim überwiegenden Teil der Pensionskassenopfer zwischen 3,5% und 6,5%): das echte Minus, also die Pensionskürzung liegt somit zwischen 7% und 10% - und das erst brutto!

Schönfärberei 3: Da die längerfristige Performance der Pensionskassen katastrophal ist, seit 2000 etwa 1% unter dem Mindestrechnungszins, was Bruttopensionsverluste zwischen 1% und 4% im Jahresschnitt verursacht hat, operiert man seit Neuestem mit dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre - mit durchschnittlich 4% (brutto!) zwar nicht berühmt, aber immer noch ein Verschleierungsunfug: etwa bei der Hälfte der Pensionskassenopfer bewirkt dieser Schnitt ein Pensionsminus von bis zu 3% im Jahresschnitt!

Schönfärberei 4: Ende 2011 verwalten die Pensionskassen 15,46 Mrd Euro, "ein Plus von 3,8%". Angesichts der laufenden Beiträge für rund 700.000 Aktive eine unverantwortliche Verschleierung der 2011 verschuldeten Kapitalvernichtung von etwa 1 Mrd. Euro.

Die Lüge von den "Altverträgen": Mit einem Rechnungszins von 5,5% und mehr sind nicht nur 12.600 Pensionsbezieher geschädigt, sondern genauso rund 300.000 noch Aktive, die in ebendiesen Verträgen gefangen sind. Denen wird jedoch von den Pensionskassen laufend Sand in die Augen gestreut, indem im jährlichen Kontoausweis die Höhe der aktuell zu erwartenden Pension diskret verschwiegen wird - das böse Erwachen kommt erst bei Pensionsantritt!

Deshalb unser Appell an alle knapp 800.000 Pensionskassenopfer und deren Angehörige: Unterstützen Sie das Volksbegehren gegen den Pensionskassenflop! Details dazu entnehmen Sie der Website www.stoppdempensionskassenflop.at !

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Franz Gruber
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Tel. 0699 1 924 43 87

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