Kinderfreunde fordern soziale Gerechtigkeit bei Familienentlastungen

Bildungschancen sollen durch Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und beitragsfreie Sachleistungen erhöht werden.

Wien (OTS) - "Wenn Finanzministerin Fekter von steuerlichen Entlastungen für Familien spricht, dann denkt sie wie immer an die Familien von Besserverdienern", ärgert sich Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde. Es sei absolut klar, dass die Familien in diesem Land mehr Unterstützung bräuchten. Diese sei jedoch nicht im steuerlichen Bereich zu erzielen: "Der einzig richtige Weg ist der quantitative und qualitative Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und das Angebot von Sachleistungen für die Familien", erklärt Oxonitsch.

Modelle wie steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten oder Familiensplitting sind für Oxonitsch genau der falsche Weg: "Die vielen Familien, die an oder unter der Armutsgrenze leben, machen keine Steuererklärungen und zahlen im Normalfall auch nur sehr wenig Steuern. Hier ist es wichtig, den Kindern die bestmöglichen Ausbildungschancen zu bieten und die beginnen im Kindergarten. Es braucht daher einen Ausbau der Einrichtungen und die flächendeckende Einführung von Gratiskindergärten", so Oxonitsch. Er verweist dabei auf die Forderungen von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung, die vor einigen Wochen ihr Modell für familienpolitische Reformen in Österreich vorgestellt haben.

"Unser Ziel muss es letztendlich sein, die vererbte Armut in diesem Land auszurotten, indem wir Kindern aus allen sozialen Schichten mehr Bildungschancen bieten. Die steuerlichen Entlastungen von Besserverdienern durch die Konservativen sind hier sicher nicht im Interesse der österreichischen Familien", so Oxonitsch abschließend.

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