Brunner: Minister Töchterle darf bei Euratom nicht wieder umfallen

Grüne: Keine Milliardengeschenke an Atomlobby

Wien (OTS) - Morgen Dienstag wird die Zukunft des Euratom-Forschungsprogramm für die Jahre 2014 bis 2018 von den zuständigen MinisterInnen in Brüssel diskutiert. "Ich fordere Wissenschaftsminister Töchterle auf, bei den Verhandlungen nicht wieder umzufallen und im Notfall sein Veto-Recht einzusetzen", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. Anstatt unser Geld an die Atomenergie und Wunschvorstellungen zu verschwenden, muss in die Grüne Energiewende investiert werden.

Die derzeitigen Entwürfe für das Euratom- und das Kernfusion-Forschungsprogramm sehen vor, dass von 2014 bis 2018 insgesamt 4,36 Milliarden Euro in die Atomforschung fließen sollen. Österreich müsste davon 105 Millionen Euro berappen. "Gerade in Zeiten, wo in allen Bereichen gespart wird, kann es nicht sein, dass wir weiterhin Milliardengeschenke an die Atomlobby verteilen", kritisiert Brunner. Alleine 2,6 Milliarden Euro sollen in die Kernfusionsforschung gepumpt werden. Allerdings rechnen ExpertInnen damit, dass der kommerzielle Einsatz dieser Technologie - wenn überhaupt - erst in 50 Jahren möglich sein wird. "Minister Töcherle soll endlich klarstellen, dass Österreich dem derzeitigen Entwurf sicher nicht zustimmen wird", fordert Brunner.

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