Frauenberger: "Wiener Projekte für Chancen von Jugendlichen"

Wien (OTS) - Anlässlich der Erhebung der Universität Linz und der AK Oberösterreich zur Bildungs- und Arbeitsmarktsituation vor allem jüngerer MigrantInnen verwies die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger auf in Wien bereits erfolgreich laufende Maßnahmen. Als beispielgebend nannte Frauenberger insbesondere "StartWien" für Jugendliche von 15 bis 25 Jahren.

Frauenberger: "Wir begleiten diese jungen Menschen, die oftmals schon einen schweren Weg hinter sich haben, ganz gezielt. Mit Sprache, Bildung und gezielter Berufsvorbereitung geben wir diesen jungen Menschen echte Zukunftsperspektiven und damit die Grundlage für eine eigenständige Existenzsicherung. In den Kursen stärken wir aber auch das Selbstvertrauen der Jugendlichen. Damit vermindern wir nicht nur das Risiko von Arbeitslosigkeit und sondern bekämpfen auch wirksam die soziale Isolation mit allen negativen Folgeerscheinungen."

Vorbildlich sei Wien auch im Bereich der Elternbildung mit eigenen Seminaren, die Eltern empowern, um ihre Kinder vom ersten Tag an bei ihrer Bildungskarriere entsprechend zu unterstützen, betonte sie.

Als wichtigen Schritt bezeichnete die Wiener Integrationsstadträtin auch das kürzlich von Bund und Wien präsentierte Jugendcoaching. Das Jugendcoaching basiert auf Wiener VorreiterInneninitiativen und unterstützt Jugendliche nachhaltig beim Übergang von der Schule in eine weitere Ausbildung bzw. den Beruf.

Frauenberger: "Der Knackpunkt ist ein sozial gerechtes Bildungssystem"

Einmal mehr betonte Frauenberger, dass die gemeinsame Ganztagsschule das "Um und Auf" für gleiche Bildungschancen sei.

Wien baut daher intensiv die Ganztagsschule - in erster Linie Volksschule - aus. Derzeit gibt es 29 Standorte. Selbstverständlich tritt Wien auch für eine gemeinsame Schule aller 10 bis 14-Jährigen ein und ist hier initiativ. So gibt es in Wien derzeit 21 Wiener Mittelschulen, davon sieben AHS-Standorte.

Frauenberger abschließend: "Der Knackpunkt ist ein sozial gerechtes und auf Chancengleichheit abzielendes Bildungssystem, dass das Potenzial aller Kinder und Jugendlichen gleichermaßen erkennt und fördert. Defizitbekämpfung durch härtere Strafen ist nicht nur zu kurz gegriffen, sie geht am eigentlichen Problem vorbei. Denn die Ursachen von Bildungsferne sind in der sozialen Benachteiligung begründet. Nur durch gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung und Arbeit ist sozialer Aufstieg möglich und machbar. (schluss) gph

Rückfragen & Kontakt:

Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
Mediensprecherin Gabriele Philipp
Tel.: +43 1 4000 81295
gabriele.philipp@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0019