VP-Holdhaus zu 2. Wiener Atomgipfel: Stresstest nicht schlechtreden - Stadt Wien soll ökologische Energiewende vorleben

Wien (OTS) - "Überparteiliche Bekenntnisse zum europaweiten Atomausstieg und zu einer Effizienzsteigerung der auf Anregung Österreichs derzeit laufenden Stresstests wie sie beim heutigen 2. Wiener Atomgipfel erfolgten sind durchaus ein wichtiger Beitrag", so die Umweltsprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Holdhaus.

Die von Bundesminister Berlakovich angeregten und nunmehr europaweit durchgeführten Stresstests bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als wesentlichen Beitrag zunächst einmal die Sicherheit der bestehenden Kernkraftwerke zu garantieren, und darauffolgend den Ausstieg Europas aus der Atomkraft einzuleiten. Erstmals ist es damit möglich, Atomkraftwerke EU-weit zu überprüfen.Die Stresstests vor deren Ablauf schon schlecht zu reden, beweise, dass es den Grünen nur um parteipolitisches Hickhack gehe und nicht um eine nachhaltige Energieversorgung Europas", so die Umweltsprecherin wörtlich. Nachdem die Bundes-SPÖ die Stresstests unterstützt, zeigt die Diskussion ein Spannungsfeld in der rot-grünen Stadtregierung in dieser Frage.

Österreichs Vorschlag der Stresstests wurde nicht nur auf europäischer Ebene umgesetzt, in dem dafür vorgesehenen Gremium hat Österreich gleich vier Mitglieder entsandt. Man könne aber durchaus von österreichischer Seite darauf drängen, die von Österreich geforderten Stresstests nach strengen Kritierien durchzuführen, um die Sicherheit der Bevölkerung tatsächlich zu garantieren. Ich sehe daher in der heutigen Resolution eine Unterstützung für nachhaltige und aussagekräftige Stresstests.

Zwar sei es erfreulich, wenn sich die Umweltstadträtin mit internationalen Atomfragen auseinandersetzt, aber Holdhaus hätte es für mindestens genauso wichtig gehalten, wenn beim Wiener Atomgipfel Wiener Fragen zur Energieeffizienz und zum Einsatz Erneuerbarer Energien diskutiert worden wären. Die Stadt Wien ist daher aufgefordert, ihre Anstrengungen für die Förderung Erneuerbarer Energien zu verstärken. "Nur von anderen zu fordern, und selber nichts Konkretes zur energiepolitischen Wende in Wien beizutragen, ist zu wenig", schloss Holdhaus.

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