Regner: Ja zu verpflichtenden Frauenquoten - Frauen in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert

EU-Abgeordnete unterstützt Initiative von Justizkommissarin Reding

Wien (OTS/SK) - "Noch immer ist es uns nicht gelungen, für die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben zu sorgen. Nach wie vor sind Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert", sagt die stv. Delegationsleiterin der SPÖ-EU-Abgeordneten, Evelyn Regner. Der Rat der Beschäftigungs- und Sozialminister hat sich heute mit dem Thema Frauen in Unternehmensvorständen auseinandergesetzt, die Positionen der Mitgliedstaaten sind weiter unterschiedlich, was eine verpflichtende Quote betrifft. "Die Fakten liegen seit langem auf dem Tisch. Es ist bekannt, dass 2010 in den größten europäischen börsennotierten Unternehmen nur 12 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich waren, unter den Vorstandsvorsitzenden waren überhaupt nur drei Prozent zu finden. Trotz allem ist es bisher nicht gelungen, sich zu verbindlichen Regelungen durchzuringen, die auch Sanktionen nach sich ziehen, wenn sie nicht eingehalten werden", so die Europaparlamentarierin gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Sie teilt daher die Kritik von Justizkommissarin Reding an den "Lippenbekenntnissen" der politisch Verantwortlichen und begrüßt den von Reding angekündigten Schritt, dass die Kommission ein Rechtsinstrument auf EU-Ebene überprüfen soll. "Frauen sind gut ausgebildet, bei den Hochschulabsolventen übersteigt die Zahl der Frauen die der Männer. Es ist daher eine Verschwendung, wenn diese Frauen nicht ihren Talenten und ihrer Ausbildung gemäß eingesetzt werden", betont Regner. In den letzten Jahren habe man eindrucksvoll gesehen, dass ohne Quoten keine Fortschritte zu erzielen sind, Selbstverpflichtungen werden nicht ausreichend eingehalten. "Verpflichtende Quoten helfen, die gläserne Decke zu durchbrechen. Ist der Durchbruch geschafft, kann man auf sie verzichten. Solange das aber nicht der Fall ist, müssen wir uns mit allen zur Verfügung stehenden gesetzlichen Mitteln dafür einsetzen, dass Frauen die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt haben wie Männer", betont Regner abschließend. (Schluss) mis

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