Trotz Kürzungen in allen Bereichen - FPÖ will Inflationsabgeltung für Pflegegeldbezieher

Pflegevorsorgebericht stellt Pflege daheim bestes Zeugnis aus

Wien (OTS) - Im Jahr 1993 wurde in Österreich mit der Einführung des Pflegegeldes ein wesentlicher Schritt in Richtung Selbstbestimmung für pflegebedürftige und behinderte Menschen gesetzt. Seither hat das Pflegegeld inflationsbedingt massiv an Wert eingebüßt. Die Verluste liegen für die Betroffenen mittlerweile bei 25 Prozent. Die Bundesregierung weigert sich bisher, eine Inflationsabgeltung vorzunehmen. Im Gegenteil: Es wurden sogar neue Hürden beim Zugang zum Pflegegeld eingezogen.

Durch den erschwerten Zugang zu den Pflegestufen 1 und 2 erspart sich die Finanzministerin bis zum Jahr 2014 laut Österreichischem Pflegevorsorgebericht 350 Millionen Euro. Der Inflationsverlust macht zusätzlich fast 600 Millionen Euro für die Betroffenen aus - und zwar pro Jahr!

FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer: "Es ist für den Staat gefährlich, ausgerechnet im Bereich der häuslichen Pflege zu sparen. Pflege und Betreuung in einem Heim sind wesentlich teurer als das Ermöglichen von Pflege in den eigenen vier Wänden durch eine vernünftige Ausgestaltung des Pflegegeldes. Der Pflegevorsorgebericht des Sozialministeriums stellt der Qualität der Pflege daheim dabei ein hervorragendes Zeugnis aus. In nur 0,04 Prozent der Fälle wurde eine Verwahrlosung des pflegebedürftigen Menschen im Rahmen der häuslichen Pflege festgestellt. 71,66 Prozent der Betroffenen wurden sehr gut gepflegt, 27,43 Prozent gut und nur 0,36 Prozent waren mangelhaft betreut.

Seit der Einführung des Pflegegeldes ist die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich bereits um mehr als 50 % gestiegen.
Eine gute Versorgung im Fall der Pflege- oder Betreuungsbedürftigkeit ist ebenso wie bei Krankheit, Unfall oder Behinderung eine Kernaufgabe des Sozialstaates.

Hofer: "Die durch eine Gesundheitsreform freiwerdenden Mittel, und wir pochen auf diese Gesundheitsreform, die bisher nur in Überschriften skizziert wurde, können nicht einfach dazu verwendet werden, um die Finanzlöcher des Haushalts zu stopfen. Ein wesentlicher Teil davon muss für Langzeitpflege aufgewendet werden. Passiert das nicht, werden viel mehr Menschen als bisher in einem Heim gepflegt werden müssen. Und das ist für den Staat ungleich kostenintensiver. Daher treten wir dafür ein, jetzt endlich zumindest eine Inflationsabgeltung beim Pflegegeld vorzunehmen und die Gesundheitsreform rasch mit Leben zu erfüllen."

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