RfW-BO Amann: Höhere Lohnnebenkosten sind keine "Marginalbelastung", Herr Wirtschaftsminister!

"Die Lohnnebenkosten-Erhöhung als "Marginalbelastung" zu bezeichnen, ist ein "Schlag ins Gesicht" aller Unternehmer, besonders aller KMUs, und ist schlicht falsch"

Wien (OTS) - "Die Lohnnebenkosten-Erhöhung durch das SPÖVP-"Schröpfpaket" als "Marginalbelastung" zu bezeichnen, ist ein "Schlag ins Gesicht" aller Unternehmer, ganz besonders aller Klein-und Mittelbetriebe, und ist schlicht falsch", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zu den diesbezüglichen Aussagen von ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner im heutigen "Standard". "Von einem Wirtschaftsminister wäre eine andere Haltung zu erwarten: Lohnnebenkosten runter - das wäre wirtschafts- und standortpolitisch der einzig richtige Weg", so Amann.

"Es mag ja sein, dass - wie der ÖVP-Minister argumentiert - die Lohnkosten in der automotiven Industrie höchstens 15 Prozent betragen. In zahlreichen anderen Bereichen - etwa dem Tourismus, dem gesamten Handwerk, dem Handel, dem ganzen Dienstleistungsbereich und in vielen anderen Branchen ist das Verhältnis ein völlig anderes", so Amann. In einer Studie von PwC sei im Übrigen errechnet worden, dass die Lohnnebenkosten eines österreichischen Modellunternehmens über ein Drittel der Gesamsteuerrate ausmachen würden, die mit 55,5 Prozent selbst deutlich über dem EU-Schnitt von 44,2 Prozent liege.

676,7 Millionen Euro an Mehrkosten würden allein die vier im Sparpaket angekündigten effektiven Lohnnebenkostensteigerungen den Betrieben bis 2016 verursachen, speziell für ältere Arbeitnehmer würden die Lohnkosten steigen. "Was ÖVP-Minister Mitterlehner als "Marginalbelastung" bezeichnet, gefährdet besonders die heimischen KMUs, die - was ihm entgangen sein dürfte -, den Löwenanteil der Arbeitsplätze in Österreich erhalten und schaffen. Kämen derartige Aussagen aus dem sozialistischen Eck, wäre das ja nichts Neues. Dass sich die Unternehmer so etwas ausgerechnet vom Wirtschaftsminister sagen lassen müssen, schlägt dem Fass den Boden aus", so Amann.

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