"Heimat, fremde Heimat" am 19. Februar: "Internationaler Tag der Muttersprache"

Wien (OTS) - Lakis Jordanopoulos präsentiert in "Heimat, fremde Heimat" am Sonntag, dem 19. Februar 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"Sag's multi!"-Redewettbewerb

Die eigene Muttersprache nicht nur im Privaten, sondern auch in der Öffentlichkeit sprechen zu können beziehungsweise zu dürfen - das ist eines der Hauptanliegen der Initiatoren des "Sag's multi!"-Redewettbewerbs. Es ist dies der einzige Redewettbewerb in Österreich, bei dem neben Deutsch auch die eigene Muttersprache verwendet werden kann. Doch wie ist es heute um die Mehrsprachigkeit bei uns bestellt? Anlässlich des "Internationalen Tages der Muttersprache" der UNESCO hat sich "Heimat, fremde Heimat" mit dem Phänomen der Mehrsprachigkeit in Österreich auseinandergesetzt. Ein Bericht von Dalibor Hysek.

Bedrohte Muttersprachen

Vor zwölf Jahren hat die UNESCO den 21. Februar zum "Internationalen Tag der Muttersprache" ausgerufen. Seither werden an diesem Tag Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt in den Mittelpunkt gestellt - und dies aus gutem Grund: In den vergangenen drei Generationen sind weltweit bereits an die 200 Sprachen ausgestorben. Und es könnte noch schlimmer kommen: Unter den rund 6.000 Sprachen, die auf dem Globus gesprochen werden, sind laut UNESCO etwas weniger als die Hälfte vom Aussterben bedroht. In Österreich schlägt die Weltkulturorganisation für drei Sprachen Alarm, die künftig zu verschwinden drohen:
Burgenland-Kroatisch, Romanes - die Sprache der Roma und Sinti - und Jiddisch - eine Sprache, die ihren Ursprung im Mittelhochdeutschen hat. Ein Beitrag von Nadine Rosnitschek und Peter Benovsky.

Türkische TV-Serien

Hollywood, Bollywood und seit neuestem "Turkeywood"! Im 80-Millionen-Land Türkei strahlen tagtäglich neben zwölf staatlichen TV-Kanälen noch Dutzende Privatsender unzählige selbst produzierte Serien und "Seifenopern" aus. So holen sich via Satellit auch die in Österreich lebenden Migrantinnen und Migranten aus der Türkei eine kräftige Portion ostmediterraner Lebensart in ihre Wohnzimmer. Als die ersten Migranten nach Österreich kamen, hatten sie kaum Zugang zur eigenen Kultur in der alten Heimat. Erst in den achtziger Jahren wurde dies - zuerst durch die Verbreitung von Videokassetten und später über Satellitenanschluss - möglich. Nun kann man sich auch über das Internet muttersprachige Serien und Filme ansehen. Mehmet Akbal berichtet über die türkischen TV-Serien und ihre Bedeutung für Menschen aus der Türkei in der Diaspora.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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