Muchitsch: Wutbürger und Wutpolitiker!

GBH-Bundesvorsitzender: Maßnahmen gegen Korruption statt gegenseitiger Schuldzuweisungen und Entschuldigung der Telekom gefordert!

Wien (OTS/GBH/ÖGB) - "Auch ich bin mittlerweile ein Wutbürger und Wutpolitiker!", so kommentiert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Josef Muchitsch die Korruptionsskandale, die derzeit in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss behandelt werden:
"Ich habe es satt, mit allen "schrägen" PolitikerInnen aus der Vergangenheit, die in die Skandale von Telekom & Co. verwickelt sind, in einen Topf geworfen zu werden!

"Wir Abgeordneten rennen uns derzeit an der Basis die "Haxn" aus und versuchen, Verständnis für das notwendige Spar- und Steuerpaket bei der Bevölkerung zu erlangen und parallel dazu kommt ein Skandal nach dem anderen aus der Vergangenheit an die Oberfläche. Wir Abgeordnete haben es satt, die Watschen für andere PolitikerInnen abzuholen, für deren Korrumpierbarkeit wir nichts können", so Muchitsch weiter.

Gegenseitige Schuldzuweisungen, so Muchitsch, seien das falsche Rezept: "Hören wir auf, uns mit gegenseitiger Schadenfreude darüber, wer von welcher Partei wo und von wem wie viel abgezockt hat, zu verteidigen. Damit steigert man nur die Rufschädigung an der Politik insgesamt und letztendlich auch an unserer Demokratie. Reden wir doch endlich ehrlich über Vorschläge zur Verhinderung zukünftiger Schandtaten. Gemeinsames Aufräumen ist angesagt! Ich halte das auch als Gewerkschafter so: Den Problemen mit Lohn- und Sozialbetrug am Bau treten wir mit Gesetzesinitiativen gemeinsam mit unserem Sozialpartner sehr erfolgreich entgegen - konstruktiv und lösungsorientiert."

A1-Telekom-Vorstand ist gefordert!

Die Telekom, so Muchitsch, müsse sich nun vor allem bei ihren Kunden entschuldigen. Muchitsch wörtlich: "Ich fordere den A1-Telekom-Vorstand und allen voran Hannes Ametsreiter auf, sich bei ihren 5,1 Millionen Mobilfunk- und 2,3 Millionen Festnetzkunden zu entschuldigen! Immerhin waren es die damaligen Telekom-Vorstände, die mit dem Geld der Kunden "herumgeschmissen" und korrumpierte Politiker finanziert haben, anstatt die Preise zu senken. Das haben letztendlich die KundInnen mit ihren Gebühren finanziert. Die A1 Telekom Austria Group schrieb 2011 satte 195,2 Millionen Euro Gewinn. Außerdem wurde das Dreifache dieses Millionenbetrags für Personalreduktion aufgewendet und Gebühren wurden erhöht. Ich fordere den Vorstand auf, angesichts dieser Zahlen die Tarife nicht, wie im Februar passiert, zu erhöhen, sondern im Gegenteil zu senken und endlich die KundInnen in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit zu stellen!"

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Mag. Sonja Schmid
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