FPÖ-Vilimsky: Wer sind die Hochegger-Journalisten?

Schwarze Schafe vor den Vorhang!

Wien (OTS) - "Es ist schon erstaunlich, dass derjenige, der laut Medienberichten 'Alles und Jeden' geschmiert haben soll, ausgerechnet keine Journalisten gekauft hat", sagte heute der freiheitliche Mediensprecher Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky, der diesbezügliche Recherchen der österreichischen "Aufdeckerjournalisten" vermisst.

"Hochegger war der Inhaber einer der größten PR-Agenturen des Landes", erinnerte Vilimsky daran, dass das Kerngeschäft einer PR-Agentur Medienkontakte seien. Es stelle sich logischerweise die Frage, wer von den österreichischen Journalisten, direkt oder indirekt, auf der Pay-Roll Hocheggers gestanden sei, so Vilimsky. Reflektierend auf das "System Hochegger", sei davon auszugehen, dass es sich wohl nicht um kleine Redakteure gehandelt habe, sondern um Herausgeber, Chefredakteure und Top-Journalisten, vermutet Vilimsky.

Eine heiße Spur führe hier in den ORF, gab Vilimsky eine Information preis, die der FPÖ zugespielt worden sei. "Es ist höchste Zeit, die diversen lukrativen Nebenbeschäftigungen von ORF-Mitarbeitern zu durchleuchten, die sich von allgemeinem Medientraining, über Veranstaltungsmoderationen bis hin zum persönlichen Coaching spannen", so Vilimsky. In Deutschland seien derartige Nebenbeschäftigungen für Nachrichtenleute verboten. In Österreich jedoch durchaus üblich, um den "notleidenden" Top-Journalisten die "Butter aufs Brot" zu bringen, kritisierte Vilimsky die Verhaberung zwischen Wirtschaft und Medien.

Ebenso hinterfragenswert seien die sogenannten Medienkooperationen, bei denen mittels Inseraten, Beilagen und redaktionell gestalteten Beiträgen, Druck auf die allgemeine Berichterstattung ausgeübt werde, sagte Vilimsky. Hier seien die Aktivitäten Hocheggers im fraglichen Zeitraum genauestens zu untersuchen, forderte Vilimsky, der hier einen Telekom-Hochegger-Mediensumpf vermutet. "Ich rufe die heimischen Journalisten, die derzeit so intensiv mit der Diskreditierung aller Politiker beschäftigt sind, dazu auf, einmal in den eigenen Reihen zu recherchieren", so Vilimsky, der hier ein Glaubwürdigkeitsproblem der österreichischen Medienlandschaft sieht. Hier seien vor allem Jungredakteure gefordert, die zum Teil mit Hungerlöhnen in den Redaktionsstuben schuften müssten, während Herausgeber etwa im Ferrari unterwegs seien. "Für alle oben genannten gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung", schloss Vilimsky.

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