Neues Volksblatt: "Reformen" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 15. Februar 2012

Linz (OTS) - Jeder Krämer lobt seine Ware. Auch die Steirer tun
das mit ihrer Verwaltungs- und Gemeindereform. Und zwar recht erfolgreich, denn sie haben es verstanden, sich als Reform-Großmeister zu positionieren.
Es sei ihnen vergönnt - den politischen Akteuren, vor allem aber den Steuerzahlern, denn die Steiermark hat Reformen dringend notwendig. In keinem Bundesland gibt es mehr Kleingemeinden als in der Steiermark, nirgends sind die Kosten der Bezirkshauptmannschaften höher und bei den Kosten je Einwohner für den Landtag liegen die Steirer um sechs Euro höher als die Oberösterreicher.
Die Steirer, aber nicht nur die, müssen also viel reformieren, organisieren und einsparen, damit sie dorthin kommen, wo Oberösterreich jetzt ist.
Trotzdem läuft in Oberösterreich - nach Aufgaben-, Pensions-, Spitals- und anderen Reformen - eine große Verwaltungsreform. Mit dem Ziel, weitere 500 Dienstposten einzusparen. Und die Kritik, dass keine Bezirkshauptmannschaften aufgelassen und Gemeinden zwangsfusioniert werden, kann man getrost als Kompliment sehen. Das heißt nämlich nichts anderes als: Hier wird reformiert, nicht zentralisiert, hier wird nicht über die Bürger drübergefahren, hier werden sie eingebunden. Und: Hier wird zuerst das Ei gelegt und dann gegackert.

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