JUGENDVERTRETUNG: Sparmaßnahmen dürfen nicht zu Lasten Jugendlicher gehen!

Die BJV warnt vor künftigen Auswirkungen des Sparpakets auf die Kinder- und Jugendpolitik.

Wien (OTS) - Im Rahmen des bevorstehenden Sparpakets fordert die Bundesjugendvertretung (BJV) einen stärkeren Fokus auf die Folgen für junge Menschen: "Das Sparpaket hat zwar auf den ersten Blick keine schmerzenden Akutmaßnahmen für Kinder und Jugendliche wie 2010, wir vermissen aber den Weitblick des Pakets hinsichtlich langfristiger Folgen für die junge Generation", betont Johanna Zauner vom BJV-Vorsitzteam.

Die BJV fordert die Regierung auf, die geplanten Maßnahmen noch auf ihre langfristigen Folgen abzuklopfen: "Die Maßnahmen zur Eindämmung der explodierenden Kosten des Pensionssystems führen in die richtige Richtung, sind aber noch zu kurz gegriffen. Die BJV sieht es als wichtigen Schritt, das tatsächliche Pensionsalter endlich an das gesetzliche heranzuführen. Wichtig ist dabei jedoch, dass damit auch Maßnahmen am Arbeitsmarkt einhergehen, um zu verhindern, dass dies auf Kosten junger ArbeitnehmerInnen geht. Hier sind insbesondere Minister Mitterlehner und Minister Hundstorfer gefordert, dazu beizutragen, nachhaltige und sichere Jobs für junge Menschen zu schaffen", warnt Vorsitzender Philipp Nagel.

Die BJV richtet ihren Apell aber auch an die Bundesländer, bei denen nach wie vor viele Kinder- und Jugendagenden liegen: "Es ist noch völlig unklar, wie die Bundesländer ihre Sparziele erreichen werden. Wir warnen eindringlich davor, im Kinder- und Jugendbereich -beispielsweise bei der Jugendwohlfahrt - zu sparen. Dies hätte dramatische Auswirkungen auf die Gesellschaft und birgt teure Folgekosten. Hier zu investieren und endlich einheitliche Kriterien zu schaffen, muss oberste Priorität sein", betont die Vorsitzende RodainaElBatnigi.

Insgesamt gehen für die BJV die Maßnahmen auch in Richtung Verteilungsgerechtigkeit viel zu wenig weit: "Löhne sind nach wie vor deutlich stärker belastet als Einkommen. Hier bräuchte es mehr Einnahmen auf steuerlicher Seite, die vor allem auf Vermögen abzielen, beispielsweise durch Einführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer", fordert Wolfgang Moitzi vom BJV-Vorsitzteam.

Abschließend spricht sich das Vorsitzteam gegen die geplanten Kürzungen im Bereich der Ministerien und des Nationalrats aus, da diese sowohl aus demokratiepolitischer als auch jugendpolitischer Sicht bedenklich sind: "Wir warnen davor, dass diese Maßnahmen zu Lasten der Kinder- und Jugendpolitik gehen werden! Außerdem werden nach wie vor unterrepräsentierte Gruppen, wie Frauen und junge Menschen es dadurch noch schwerer haben, im Nationalrat vertreten zu sein", betonen die Vorsitzenden.

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