- 14.02.2012, 16:38:49
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JUGENDVERTRETUNG: Sparmaßnahmen dürfen nicht zu Lasten Jugendlicher gehen!
Die BJV warnt vor künftigen Auswirkungen des Sparpakets auf die Kinder- und Jugendpolitik.
Wien (OTS) - Im Rahmen des bevorstehenden Sparpakets fordert die
Bundesjugendvertretung (BJV) einen stärkeren Fokus auf die Folgen für
junge Menschen: "Das Sparpaket hat zwar auf den ersten Blick keine
schmerzenden Akutmaßnahmen für Kinder und Jugendliche wie 2010, wir
vermissen aber den Weitblick des Pakets hinsichtlich langfristiger
Folgen für die junge Generation", betont Johanna Zauner vom
BJV-Vorsitzteam.
Die BJV fordert die Regierung auf, die geplanten Maßnahmen noch auf
ihre langfristigen Folgen abzuklopfen: "Die Maßnahmen zur Eindämmung
der explodierenden Kosten des Pensionssystems führen in die richtige
Richtung, sind aber noch zu kurz gegriffen. Die BJV sieht es als
wichtigen Schritt, das tatsächliche Pensionsalter endlich an das
gesetzliche heranzuführen. Wichtig ist dabei jedoch, dass damit auch
Maßnahmen am Arbeitsmarkt einhergehen, um zu verhindern, dass dies
auf Kosten junger ArbeitnehmerInnen geht. Hier sind insbesondere
Minister Mitterlehner und Minister Hundstorfer gefordert, dazu
beizutragen, nachhaltige und sichere Jobs für junge Menschen zu
schaffen", warnt Vorsitzender Philipp Nagel.
Die BJV richtet ihren Apell aber auch an die Bundesländer, bei denen
nach wie vor viele Kinder- und Jugendagenden liegen: "Es ist noch
völlig unklar, wie die Bundesländer ihre Sparziele erreichen werden.
Wir warnen eindringlich davor, im Kinder- und Jugendbereich -
beispielsweise bei der Jugendwohlfahrt - zu sparen. Dies hätte
dramatische Auswirkungen auf die Gesellschaft und birgt teure
Folgekosten. Hier zu investieren und endlich einheitliche Kriterien
zu schaffen, muss oberste Priorität sein", betont die Vorsitzende
RodainaElBatnigi.
Insgesamt gehen für die BJV die Maßnahmen auch in Richtung
Verteilungsgerechtigkeit viel zu wenig weit: "Löhne sind nach wie vor
deutlich stärker belastet als Einkommen. Hier bräuchte es mehr
Einnahmen auf steuerlicher Seite, die vor allem auf Vermögen
abzielen, beispielsweise durch Einführung einer Erbschafts- und
Schenkungssteuer", fordert Wolfgang Moitzi vom BJV-Vorsitzteam.
Abschließend spricht sich das Vorsitzteam gegen die geplanten
Kürzungen im Bereich der Ministerien und des Nationalrats aus, da
diese sowohl aus demokratiepolitischer als auch jugendpolitischer
Sicht bedenklich sind: "Wir warnen davor, dass diese Maßnahmen zu
Lasten der Kinder- und Jugendpolitik gehen werden! Außerdem werden
nach wie vor unterrepräsentierte Gruppen, wie Frauen und junge
Menschen es dadurch noch schwerer haben, im Nationalrat vertreten zu
sein", betonen die Vorsitzenden.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: [email protected]
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