VP-Leeb: Steuerzahler zahlt für Dienstleistung des österreichischen Gewerkschaftsbundes

Kulturlotsinnen sind lediglich institutionalisierte Quersubventionierung

Wien (OTS) - Verbilligte Eintrittskarten für Ausstellungen und Theaterbesuche sind keine neue Erfindung des Gewerkschaftsbundes. Dieses Angebot wurde den Betriebsräten schon seit Jahrzehnten unterbreitet. Warum seit drei Jahren dieses Angebot mit den Kulturlotsinnen nunmehr institutionalisiert und durch die öffentliche Hand mit 100.000 Euro unterstützt werden muss, bleibt in Zeiten der Krise und des Sparens ein Rätsel.

"Man erfindet zu einem klassischen Angebot, wie dem schon existierenden Kartenservice für Betriebsräte und Mitglieder einfach ein zusätzliches. Man begründet schnell, dass dies ja im Sinne der Öffentlichen Hand wäre und flugs erhält man als Institution schon eine Subvention. Das ist das Grundübel der Österreichischen und besonders der Wiener Förderpolitik, die in Zeiten wie diesen gründlich zu hinterfragen ist", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.

Wer die externe Evaluierungs-Studie aufmerksam gelesen hat, wird schnell feststellen, dass diese lediglich dem Zweck dient, die Subvention an den österreichischen Gewerkschaftsbund und deren Erhöhung zu rechtfertigen. Bemerkenswert war darin allerdings auch die Feststellung, dass man mit den bisherigen Förderungen das eigentliche Ziel, bildungsfernere Angestellte für Kunst und Kultur zu interessieren, gänzlich verfehlt hat. Dadurch wird die Kalkulation, die belegen soll, dass die Subvention zu einem guten Teil über die Eintrittsgelder der Kulturinstitutionen wieder zurückfließt, vollends ad absurdum geführt. Denn der Großteil jener Angestellten, die das Angebot der Kulturlotsinnen bisher genützt haben, gaben an, diese Institutionen schon bisher besucht zu haben.

"Jetzt versuchen zu wollen das ursprüngliche Ziel mit noch mehr Geld aus der öffentlichen Hand erreichen zu wollen, ist lediglich ein Eingeständnis des bisherigen Scheiterns. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist aufgefordert derartige Quersubventionierungen im Sinne der Sparsamkeit sofort einzustellen", so Leeb abschließend.

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