Bundeskanzler Faymann: Gute Zinssituation für österreichische Staatsanleihen

Hohe Beschäftigung, niedrige Arbeitslosenrate, Exportorientierung stützen Bonität Österreichs

Wien (OTS) - "Österreich zählt weiterhin zu den Ländern mit sehr hoher Beschäftigung und mit der niedrigsten Arbeitslosenrate in Europa. Auch die Zinssituation für österreichische Staatsanleihen hat sich mit dem derzeitigen Stand von rund 2,9 Prozent günstig entwickelt. Ebenso ist der Spread zu Deutschland deutlich geringer geworden", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, beim Pressefoyer nach dem Ministerrat.

So haben die jüngsten Einschätzungen von US-Ratingagenturen keine gravierenden Auswirkungen auf die Zinsentwicklung gezeigt. "Die Märkte, das heißt die Anleger, machen sich durchaus ihr eigenes Bild", sagte Faymann. "Die Agentur Moody's hat gestern das Triple-A Österreichs bestätigt, der negative Ausblick berücksichtigt einerseits in erster Linie die gesamteuropäische Situation, andererseits hat sich das soeben beschlossene Konsolidierungspaket darin noch nicht niedergeschlagen."

Das starke Engagement der österreichischen Banken in Südost- und Osteuropa werde in der Bewertung als Risikofaktor genannt. "Unsere starke Exportorientierung war ein großer Vorteil in guten Zeiten. Jetzt, in schwierigen Zeiten, müssen wir zur Stabilisierung in ganz Europa beitragen, weil auch unser Wohlstand in Österreich darauf aufbaut", so Faymann.

Zur Lage Griechenlands sagte der Bundeskanzler: "Griechenland muss die Bedingungen einhalten. Aber es ist nicht die Absicht der Eurozone, Griechenland hinauszudrängen, sondern die Probleme gemeinsam zu lösen. Dieser Prozess wird uns noch länger beschäftigen."

Auf Nachfrage, ob es noch Nachbesserungen beim Konsolidierungspaket geben werde, stellte Faymann klar: "Es wird sicher noch Gespräche geben, aber eines ist sicher: Es darf unter dem Strich nicht weniger herauskommen und es müssen dieselben strukturellen Effekte erzielt werden."

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