Korun: "Bodenrecht" bei Staatsbürgerschaft einführen

Seit Jahren konstant Drittel der Eingebürgerten in Österreich geboren

Wien (OTS) - Unser striktes Staatsbürgerschaftsrecht macht aus in Österreich Geborenen und Aufwachsenden 'AusländerInnen'. Seit Jahren sind konstant ein Drittel der Eingebürgerten hier geborene Kinder und Jugendliche von "ausländischen" Eltern. Statt sie zuerst zu AusländerInnen zu machen und in teuren und langwierigen Einbürgerungsverfahren erst zu ÖsterreicherInnen werden zu lassen, sollten wir unser Staatsbürgerschaftsrecht den Lebensrealitäten unseres Landes anpassen. "Kinder, deren Eltern rechtmäßig und längerfristig in Österreich niedergelassen sind und die in Österreich geboren werden, sollte die Staatsbürgerschaft per Geburt verliehen werden", fordert Alev Korun, Integrationssprecherin der Grünen.

In Deutschland gibt es seit Jahren eine ähnliche Regelung, die dafür sorgt, dass Nachkommen von ehemaligen MigrantInnen spätestens in der 3. Generation "InländerInnen" werden und damit an der Gesellschaft auch gleichberechtigt teilhaben können.

Hier geborene und hier aufgewachsene Kinder sind Teil dieses Landes und der Zukunft Österreichs. Sie von gleichen Rechten fern zu halten und in bürokratischen, teuren Verfahren erst zur Staatsbürgerschaft ihres Geburtslandes zuzulassen, ist Zukunftsraub. "Wir haben einen entsprechenden Antrag zur Novellierung des Staatsbürgerschaftsrechts im Parlament eingebracht und es wäre ein Gebot der Vernunft, hier geborene BürgerInnen unseres Landes auch zu StaatsbürgerInnen des Landes zu machen", fordert Korun.

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