Brunner: Tschechische Atompläne sind eine konkrete Gefahr für Österreich

Die Grünen fordern entschlossenes Intervenieren durch Minister Berlakovich

Wien (OTS) - Wie gestern der tschechische Industrie-und Handelsminister Martin Kuba angekündigt hat, plant Tschechien einen rasanten Ausbau von Atomkraftwerken. Konkret geht es um den Bau eines neuen Reaktors in Dukovany. Der Ort ist nur etwa 50 Kilometer von Österreichs Grenze entfernt. Weiters sollen zwei weitere Reaktoren in Temelin gebaut werden. Damit würde Tschechiens Anteil an Atomstrom von 30 auf 50 Prozent stark steigen.

Die Grünen sehen jetzt Handlungsbedarf bei der Bundesregierung. "Die österreichische Bundesregierung muss sofort entschlossen intervenieren. Wir dürfen einem weiteren Zupflastern unserer Grenzen mit AKW nicht tatenlos zusehen", fordert Brunner. Sie sieht nun Minister Berlakovich am Zug. "Minister Berlakovich muss die Sicherheitsbedüfnisse Österreichs klar in Tschechien deponieren. Ein AKW-Ausbau ohne eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung ist inakzeptabel. Jedes neue AKW an unserer Grenze stellt eine weitere Bedohung durch diese Riskotechnologie dar. Wir fordern, dass die Schrottreaktoren vom Netz genommen werden und nicht noch durch den Bau von weiteren Atomkraftwerken unsere Gefährdung erhöht wird", sagt Brunner.

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