Der "Kampf" um die Augen: Eine Grundsatzfrage gegenseitigen Vertrauens?

Wien (OTS) - Die Gefahr veralteter Klischees und hierarchischer Denkweisen liegt in der völligen Erstarrung eines Systems! "Augenärztliche Gesundheitsberufe" sollen tradierte Hierarchien zementieren. Anton Koller, Wiener Obmann der Fachgruppe Gesundheitsberufe fordert eine fachlich-sachlich hinterfragende und vertrauensstiftende Diskussionskultur. Die Wirtschaftslage verlangt einen Paradigmenwechsel in Richtung sozialwirtschaftlicher Effektivität. Daher müssen gesundheitsbezogene Berufsgruppen miteinander zum Wohle einer optimalen, kosteneffektiven Patientenversorgung agieren.

Ärzte sind per Gesetz zur Ausübung der Heilkunde "berufen". Augenoptikermeister und klinische Optometristen beschäftigen sich mit biologischer und physikalischer Optik. Ihr Aufgabenbereich ist die Korrektur der Fehlsichtigkeit und die gesetzlich verpflichtende Überprüfung des Gesamtsystems Auge.

Hinter Leseschwierigkeiten einen bedrohlichen Hirntumor zu vermuten, ist nicht nur bedenkliche Panikmache, sondern "wacheln mit dem Leichentuch", mahnt Anton Koller. Augenoptikermeister und klinische Optometristen verfügen über ein fundiertes Wissen und reichhaltige professionelle Erfahrung. Augenärzte bestätigen, dass die Vernetzung mit Augenoptikermeistern und klinischen Optometristen nicht wirklich neu ist. Statt der kolportierten "Entprofessionalisierung des Gesundheitssystems" sollte die gegenseitige Anerkennung ohne Panikmache zur Sicherstellung ganzheitlicher Versorgung mündiger Patienten im Zentrum der Debatten stehen. Noch bestimmt der Mensch und Patient über seinen eigenen Körper und entscheidet, wem er sein Vertrauen schenkt.

Das Gesundheitssystem ist kein Selbstbedienungsladen für bestimmte Berufsgruppen, stellt A. Koller fest. Er verlangt ein kosteneffektives Gesundheitssystem, die Anerkennung der Fachkompetenz der Augenoptikermeister und klinischen Optometristen und deren Einbindung in das Gesundheitssystem durch den Gesetzgeber.

Augenoptikermeister und klinischen Optometristen als erste Anlaufstelle in Sachen Brillen, Kontaktlinsen und Sehbehelfe - z. B. für die Folgen des Älterwerdens - finden im Zuge der Ermittlungen des optischen Bedarfs immer wieder Zustände, die eine umgehende Überweisung zum Augenarzt zur Folge haben. Vielleicht, so A. Koller, wäre eine gemeinschaftliche Vorsorgeaktion ein nach außen gerichtetes Signal. Ein erster professioneller und vertrauensstiftender Ansatz fachkompetenter gegenseitiger Anerkennung.

Rückfragen & Kontakt:

Anton Koller, MSc. Clinical Optometry, Landesinnungsmeister
Fachgruppe Wien der Gesundheitsberufe / Augenoptiker und Hörakustiker
Tel.: 01/51450-2208

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LWA0001