ANSCHOBER: Schon seit einer Woche Überschreitungen bei Feinstaub in Oberösterreich

BM Berlakovich ist weiterhin säumig - jetzt muss endlich gemeinsam gehandelt werden!

Linz (OTS) - Nach einem von der Witterung begünstigten Jänner ist seit vergangenem Mittwoch wieder eine längere Feinstaubperiode in ganz Oberösterreich zu registrieren. Fast alle Messstationen in Oberösterreich verzeichnen Überschreitungen des Grenzwerts von 50 Mikrogramm/Kubikmeter bei Feinstaub PM10 (aktuelle Werte auf der Landeswebsite www.land-oberoesterreich.gv.at).

Laut den Daten des Umweltbundesamts ist die Situation in etlichen Orten Österreichs noch deutlich brisanter: so wurde bei einer Grazer Messstation bereits am Montag die im gesamten Jahr 2012 zulässige Anzahl von 25 Grenzwertüberschreitungen erreicht. Neben dem Grazer Raum haben auch alle anderen Bundesländer mit hohen Feinstaubwerten zu kämpfen. In Oberösterreich wurden bis dato sowohl in Linz als auch an Stationen wie Steyr, Lenzing oder Ebensee in Summe 8 bis 10 Überschreitungstage erreicht.

Die Landesmeteorologen erwarten eine Entwarnung erst mit einer Veränderung der Wetterlage weg von der derzeitigen austauscharmen, windstillen Lage hin zu Niederschlägen und Wind.

Seit dem Wochenende ruft Landesrat Anschober daher aufgrund der tagelangen Überschreitungen an den meisten Messstellen in OÖ zu freiwilligen Maßnahmen auf. Zur Verringerung der Feinstaubbelastung kann jeder beitragen, indem auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten verzichtet und die Fahrgeschwindigkeit generell reduziert wird, da bei höheren Geschwindigkeiten der Ausstoß an Feinstaubvorläufersubstanzen stark ansteigt. Auch auf Zusatzheizungen (Kachelöfen, Kaminöfen) sollte verzichtet werden.

Auf die Initiative von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, einen gemeinsamen Arbeitsprozess von Bund und Ländern für wirksame Maßnahmen zu starten, hat BM Berlakovich bis dato nicht reagiert. Ziel muss sein, dass bis Sommer Einigung über Zusatzmaßnahmen erreicht und diese umgesetzt werden. Eine ganze Reihe von Maßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Bundesregierung, die etwa bei der letzten Landesumweltreferentenkonferenz vor einem halben Jahr beschlossen wurden, sind bis heute nicht verwirklicht. Aber auch Oberösterreich selbst müsse stärker aktiv werden, vor allem durch eine Verkehrswende - hin zu mehr öffentlichem Verkehr und weniger Emissionen aus dem motorisierten Individualverkehr.

LR Anschober will verhindern, dass ähnlich wie beim Klimaschutz aufgrund jahrelanger politischer Versäumnisse hohe Strafzahlungen an die EU drohen.

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Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, rudi.leo@ooe.gv.at, Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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