Sicherheit und Privatsphäre

Drei neue EU-Sicherheitsforschungsprojekte werden in einem Pressegespräch am 15. Februar 2012 in der ÖAW präsentiert

Wien (OTS) - Das brisante Verhältnis von Überwachung, Sicherheit und Privatsphäre steht im Mittelpunkt von drei neuen EU-Sicherheitsforschungsprojekten, bei denen 30 Partner aus 12 europäischen Ländern zusammenarbeiten werden.

Aus Anlass des diese Woche stattfindenden Kick-off-Meetings lädt das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu einem Pressegespräch am 15. Februar 2012, 9:15 Uhr.

In den Projekten SurPRISE (Surveillance, Privacy and Security: A large scale participatory assessment of criteria and factors determining acceptability and acceptance of security technologies in Europe) und PRISMS (PRIvacy and Security MirrorS: Towards a European Framework for Integrated Descision Making) wird die vielfach propagierte These, dass ein Mehr an Sicherheit mit Einschränkungen bei Grundrechten einhergehen muss, hinterfragt werden. In allen drei Projekten werden neben ExpertInnen auch BürgerInnen zu Wort kommen. In SurPRISE geschieht dies, indem rund 2.500 BürgerInnen aus neun europäischen Staaten durch BürgerInnenbeteiligungsverfahren eingebunden werden. Im Rahmen von PRISMS wird dazu eine europaweite, repräsentative Befragung von 27.000 BürgerInnen durchgeführt.
Im dritten Projekt - IRISS (Increasing Resilience in Surveillance Societies) - erfolgt die Einbindung der BürgerInnen durch Interviews und empirische Studien. IRISS beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Überwachung und Demokratie. Die wichtigsten Fragen sind: "Wie reagieren die EU-BürgerInnen auf die vermeintliche oder reale Zunahme von Überwachungsmaßnahmen?" "Beeinträchtigen diese Maßnahmen ihr politisches Engagement?"

Das im Rahmen der drei EU-Sicherheitsforschungsprojekte generierte Wissen soll EntwicklerInnen von Überwachungstechnologien sowie EntscheidungsträgerInnen in Wirtschaft und Politik dabei unterstützen, für BürgerInnen akzeptable, weil bürgerrechtskonforme technische Systeme zu entwickeln und zu betreiben.

Pressegespräch ÖAW: Sicherheit und Privatsphäre

Ihre Gesprächspartner sind:

- Ing. Mag. Johann Cas, Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA)
der ÖAW, Wien
Projektkoordinator SurPRISE

- PD Dr. Reinhard Kreissl, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts
für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS), Wien
Projektkoordinator IRISS

- Dr. Michael Friedewald, Geschäftsfeldleiter Informations- und
Kommunikationstechniken am Fraunhofer-Institut für System- und
Innovationsforschung, Karlsruhe
Projektkoordinator PRISMS

Datum: 15.2.2012, um 09:15 Uhr

Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften Dachpavillon
Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Sabine Stemberger
Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Strohgasse 45/5, 1030 Wien
T +43 1 51581-6586
sabine.stemberger@oeaw.ac.at

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